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  27.06.2011 | es hat sich ausgeTANZt...

meine lieben!
ich danke euch von herzen für die letzten 2 jahre. ihr habt uns, ihr habt mich so toll durch diese zeit begleitet, ein besseres publikum, treuere zusehen als euch kann man sich nicht wünschen. vor allem die letzten 2 vorstellungen habt ihr nochmal so richtig bewiesen was ihr drauf habt!
vielen dank! es waren unvergessliche, wunderschöne monate. tolle emotionale momente für euch wie auch für mich!
ich hoffe wir sehen und hören uns bald wieder bei konzerten, musicals oder anderen auftritten. geniesst den sommer, geniesst das leben. wir haben es so schön hier in österreich, hier in wien. wir können so viel machen, so viel erleben... ich sag einfach nur DANKE!

14.05.2011 | MUSICALHITS in Wiener Originalbesetzung-Die Einnahmen

Marjan Shaki & Lukas Perman präsentierten am 11. Mai 2011 im Ronacher
mit Unterstützung der Vereinigten Bühnen Wien die Highlights der größten Musicalerfolge der VBW Originalbesetzung zu Gunsten der von Sean Penn gegründeten Hilfsorganisation J/P HRO Haitian Relief Organization mit dem beeindruckenden Erlös von € 63.203,-

Am 11. Mai 2011 fand im RONACHER ein Abend der Superlative für alle Musicalfans statt, der im Zeichen von gemeinsamem Engagement für die Erdbebenopfer in Haiti stand. In Zeiten wie diesen, wo eine Naturkatastrophe der nächsten folgt, ist es den beiden Künstlern Marjan Shaki & Lukas Perman, die vor kurzem mit Daniela Tröster und Karl Pumper von der Plattform Power of Hope selbst einige Tage in dem leidgeschüttelten Land verbrachten, ein Anliegen, nachhaltig zu helfen und daher eine weitere Initiative für Haiti zu setzen. Bereits im März 2010 hatten die beiden Künstler aus TANZ DER VAMPIRE mit der Gala „Gemeinsam für Haiti“ € 40.000, eingenommen, die an „Nachbar in Not“ gingen. – ein Aufeinandertreffen mit Sean Penn in Wien bewegte sie, auch dieses Jahr eine Gala mit Unterstützung der VBW zu organisieren.

Um an den Erfolg von 2010 anzuknüpfen, stellten sich in diesem Jahr über 70 Künstler ohne Gage ganz in den Dienst der guten Sache und boten die einmalige Chance Highlights aus den größten Erfolgen der VBW Produktionen noch einmal in Originalbesetzung zu erleben. Unvergessliche Melodien aus Meisterwerken, wie LES MISERABLES, PHANTOM DER OPER, ELISABETH, MOZART, BEAUTY & THE BEAST, JEKYLL& HYDE, HAIR, ROMEO & JULIA, REBECCA, RUDOLF – AFFAIRE MAYERLING, TANZ DER VAMPIRE wurden von den Künstlern Lisa Antoni, Andreas Bieber, André Bauer, Yamil Borges, Gordon Bovinet, Reinhard Brussmann, Carin Filipčić, Ethan Freeman, Yngve Gasoy-Romdal, Alexander Goebel, Maya Hakvoort, Gernot Kranner, Norbert Lamla, Ann Mandrella, Felix Martin, Luzia Nistler, Lukas Perman, Drew Sarich, Marjan Shaki, Wietske van Tongeren, Caroline Vasicek, Isabel Weicken, Lenneke Willemsen, Cornelia Zenz & dem Ensemble aus TANZ DER VAMPIRE dargeboten.

Für die Choreographie zeichnete Jerôme Knols verantwortlich. Es spielte das Orchester der Vereinigten Bühnen Wien unter der Leitung von Koen Schoots. Durch den Abend führte Werner Sobotka.

Nach zweieinhalb Stunden Gänsehautmomenten kannte der Jubel kein Ende und das Publikum wollte „seine“ Lieblinge nicht von der Bühne gehen lassen – vor allem als der Erlös des Abends bekannt gegeben wurde – überglücklich hielten die Initiatoren Marjan Shaki & Lukas Perman den Scheck mit der beeindruckenden Summe von € 63.203,- in Händen.
Die Spendengelder des, in Kooperation mit der Plattform Power of hope, veranstalteten Gala-Abends gehen an Sean Penns Organisation J/P HRO, die eine Zeltstadt mit 55.000 Menschen in Port au Prince betreut. "Nachhaltigkeit ist wichtig, um ein Minimum an Infrastruktur zu schaffen, damit die Bevölkerung Haitis sich möglichst schnell selbst helfen kann." so Karl Pumper von „Power of Hope“.

Der Abend klang gemeinsam mit den Künstlern in der Kantine des Ronacher aus – viele hatten sich Jahre oder sogar Jahrzehnte lang nicht gesehen und freuten sich, Erinnerungen auszutauschen mit dem gleichzeitigen Gefühl einen schönen Beitrag für die Menschen in Haiti geleistet zu haben. Mit dabei auch Vizebürgermeisterin Renate Brauner und Autor Michael Kunze
Über J/P HRO

Sean Penn gründete am Tag nach der Erdbebenkatastrophe seine Hilfsorganisation J/P HRO Haitian Relief Organization. In der Zeltstadt von J/P HRO leben derzeit rund 55.000 Menschen. Sie bekommen dort Obdach und werden mit Nahrung versorgt, der Wiederaufbau beginnt unter Einbezug der einheimischen Bevölkerung.
Sean Penn selbst verbrachte im vergangenen Jahr acht Monate in Haiti, um direkt vor Ort helfen zu können. Ihm ist vor allem Transparenz der Organisation und seiner Tätigkeit sehr wichtig um den Spendern und Unterstützern seines Projekts zu gewährleisten, dass das Geld auch bei denen ankommt, für die es gedacht ist und die es brauchen.
Über Power of Hope

Power of hope – 2010 von Karl Pumper und Daniela Tröster ins Leben gerufen – versteht sich als ein Bindeglied zwischen Hilfsorganisationen und potenziellen Großspendern. Die beiden „Power of Hope“-Gründer verbrachten im Rahmen von Hilfseinsätzen und Hilfsgüterlieferungen mehrmals einige Wochen in Haiti und lernten dort Sean Penns Hilfsorganisation J/P HRO Haitian Relief Organization kennen und schätzen. J/P HRO ist eines der maßgeblichen NGOs, das sich für den Wiederaufbau und die Linderung des Leids nach dem Erdbeben im Jänner 2010 in Haiti einsetzt.

Statements


Marjan Shaki & Lukas Perman. Copyright Isabell Schatz

„Manchmal sind wir total überfordert von den ständigen Katastrophenmeldungen und dem großen Leid auf der Welt. Doch kann es nur eine Richtung geben in die man schaut und die ist nach Vorne!
Wir wollen mit unserer zweiten Auflage von "Gemeinsam für Haiti" eine weiteres Statement "für die Gemeinsamkeit" setzten. Wenn jeder seinen kleinen Teil beträgt, in seinem Rahmen "hilft", dann kann Grosses entstehen! Aus den "kleinen" Beiträgen von über 70 Künstlern wird eine großartiger Abend werden, der längst vergangene Momente für das Publikum mit ihren Original-Stars wieder aufleben lässt!
Lukas Perman

„Die Naturgewalten reduzieren uns immer wieder auf das, was wir sind. Wenn wir uns in diesen Zeiten aufraffen, können wir gemeinsam Großes Bewirken. In dem wir uns zusammen für unsere Mitmenschen einsetzen, beweisen wir nicht nur Menschlichkeit, sondern auch Herz und Courage. Gemeinsam für ein besseres Leben! Gemeinsam für Haiti. Warum Haiti? Haiti ist eines der weltärmsten Länder. Jeder Mensch, der helfen möchte, findet seine Aufgabe im Leben. Davon bin ich überzeugt. Und jeder wird in sich spüren, für wen oder was er sich einsetzen möchte. Die Bilder des Bebens auf Haiti haben uns von Beginn an so stark ergriffen, dass wir uns seither immer wieder mit dem Thema beschäftigen. Durch verschiedene Begegnungen in den vergangenen Monaten haben wir nun wieder Mut gefasst, anzupacken und im Rahmen unserer Möglichkeiten zu helfen.“
Marjan Shaki

„Das Ziel ist es den Menschen eine Perspektive zu bieten,“ betonen Karl Pumper und Daniela Tröster, die „Power of Hope“ nach einem Besuch auf Haiti gegründet haben. „Man kann nicht einfach so weiter machen, wenn man nach einem solchen intensiven Erlebnis aus Haiti zurückkommt. Die Bilder, die Begegnungen begleiten einen weite.“ sind sich beide einig.
Daniela Tröster, Karl Pumper

14.05.2011 | REISETAGEBUCH HAITI APRIL 2011

Marjan Shaki & Lukas Perman in Haiti
Reisetagebuch 1. TAG

Marjan: Als wir auf dem Flughafen von Port au Prince landen, erscheint uns auf den ersten Blick alles, wie auf so vielen anderen karibische Inseln, mit ihren spärlichen Flughäfen. Einzig die Mitreisenden unterscheiden sich stark von dem sonst so oft gesehenen Tourismus. Hier sind wir 2 "Betrachter" unter vielen Helfenden und vor allem und fast ausschließlich Haitianern. Wer fliegt schon nach Haiti?!

Kaum verlassen wir das Gebäude sticht uns die Menge der US-Militärs ins Auge und gleich darauf bemerken wir die Zertörung um uns herum. Zelte, so weit das Auge reicht. Chaotische Strassenverhältnisse, Schutt und zwischendrin immer wieder Menschen, die am Rande der Wege Zerstörtes zu beseitigen oder in improvisierten Lädchen alltägliches zu verkaufen versuchen. Ein ganz normales Tag, hier in Haiti.

Gegen 8:30 Uhr (Ortszeit) erreichen wir das J/P HRO Camp, in dem wir die nächsten Tage und Nächte verbringen werden. Um ein altes, verlassen wirkendes Haus, in dem sich das Office der Organisation von Sean Penn befindet schlagen wir, wie auch alle Mitarbeiter von J/P HRO unsere Zelte auf.

Lauren, der "Big Boss" des Camps führt uns zu allererst in die, von Sean ins Leben gerufene Zeltstadt. Was wir hier sehen, wirkt auf uns wie eine 3-D Dokumentation über das Leben der Haitianer nach dem Beben 2010. Hier leben die Menschen und warten und hoffen auf Veränderung und die Rückkehr in ihr eigentliches Zuhause. Zelt an Zelt leben sie. Keine Privatsphäre. Noch mehr improvisierter Geschäftssinn innerhalb des Camps. So gibt es z.B einen kleinen Frisör-Salon oder einige kleine Buden, die Getränke verkaufen. Wasser ist rar, der Müll häuft sich, überall Staub, Dreck, Armut - und doch befinden wir uns im "Hilton" unter den Zeltstädten. Hier sind die Menschen sicher. Hier gibt es Regeln. Hier herrscht friedliches Miteinander. Denn sobald einer Gewalt ins Spiel bringt, fliegt er raus.

Lukas: Zurück im Headquarter von J/P HRO haben wir kurz Ruhe. Während des Lunchs entstehen die ersten Gespräche mit den Volunteers. Ein bunter Haufen aus allen Himmelsrichtungen hergeweht, hauptsächlich aber aus den USA, um Sean's Zeltstadt zu managen. Und zu managen gibt es viel. Man stelle sich vor, über 55.000 Menschen sind in dem Camp untergebracht, mittlerweile über ein Jahr. Hier, im Headquarter sitzt sozusagen die "Regierung", die alles organisiert. Es wird nur eine kleine Gruppe von ausländischen NGOs in die Arbeit involviert, der Grossteil sind Haitianer.
Wasser ist das grosse Problem. Woher nehmen? Frisches Wasser für 55.000 Menschen täglich. Wir haben aus Österreich einen "Wasserrucksack" mitgebracht. Von der Uni Kassel wurde er konstruiert. 23 kg ist er schwer, also leicht überall hin zu transportieren, daher Wasser RUCKSACK. Bis zu 12.000 Menschen können damit versorgt werden.
Man schüttet verunreinigtes Süsswasser oben hinein und unten kommt Trinkwasser heraus. Und das Unfassbare ist, dass dieses Gerät nicht einmal gewartet werden muss.
In den nächsten Tagen werden wir das erste mal das Nass aus dem "unendlichen Brunnen" kosten.

Marjan: Um 14 Uhr (Ortszeit) werden wir von unserem Fahrer, der uns für die kommenden 5 Tage hier in Haiti seine Dienste zur Verfügung stellt, abgeholt. Hippolyt, der der die Pferde loslässt - so heißt er. Und er fährt uns über wilde, zerbrochene Straßen und gespaltenen Asphalt. Immer wieder die fassungslose Erkenntnis, daß alles so zerstört ist, wie man es sich nicht hatte vorstellen können. Noch immer Zelte, so weit das Auge reicht. Und wo keine Zelte stehen, haben sich die Menschen in Ruinen eingerichtet, um in irgendeiner Form ein "Dach" über dem Kopf zu haben. Unseren 1. Stop legen wir am Regierungspalast ein. Wir sind die einzigen Weißen weit und breit und sorgen immer wieder für Aufmerksamkeit. Wir sind benommen. Ja, wir sind die Reichen, die hierher kommen und einmal "schauen". Ob es wirklich alles so schlimm ist, wie man immer hört. Und nochmal ja, es übertrifft unsere Erwartungen... leider. Wir wagen uns in eine unbewachte Zeltstadt, die sich selbst entwickelt hat. Hier gibt es keine Regeln. Hier kümmert sich niemand und sauberes Wasser gibt es auch keines. Die Menschen begegnen uns immer wieder mit Offenheit und Freundlichkeit. Doch was können wir ihnen schon geben.
Wir besichtigen die einst prunkvolle Kathedrale, die nurmehr zu erahnen ist. Einmal mehr begleiten und führen uns Kinder durch "ihre Gegend", zeigen uns ihr "Zuhause". Und wir schenken ein paar T-Shirts, Süßigkeiten her... und fühlen uns noch immer wie gelähmt. Hippolyt bringt uns zum ganzen Stolz der Innenstadt. Ein ganz neuer Markt, auf dem neben frischen Früchten, Gemüse, Kräutern auch wunderschöne Malereien und andere Handwerke angeboten werden. Nach ein paar Stunden im echten Haiti fährt uns Hippolyt wieder ins Camp.

Lukas: Wir essen zu Abend. Reis, Kochbananen und ein bisschen Fleisch. Die haitianischen Köchinnen haben es zubereitet und es schmeckt köstlich. Die NGOs kehren von ihrer Arbeit im Camp zurück. Krankenpfleger, Lehrer und ein Architekt. Es war ein langer Tag. Sie sind sichtlich überrascht über unseren Besuch. Erfreut, neue Gesichter zu sehen. Was wir denn machen? Wie lang wir bleiben? ... Nur ein paar Tage. Wir machen ein Konzert in Wien. Für Haiti. Das Zweite. Wir wollen sehen was das denn für ein Land ist, für das so viele Künstler im fernen Wien auftreten werden. Die Organisation kennenlernen, in die wir unser Vertrauen setzen.
Sie sind allesamt begeistert von "ihrer" Organisation J/P HRO. Es gibt so viel zu tun und so viele Organisationen. Sie vertrauen der ihrigen und versuchen Tag für Tag einen Fuss vor den anderen zu setzen um Schritt für Schritt weiter zu kommen.

Wir schicken euch viele Grüße nach Wien.
Lukas & Marjan



Reisetagebuch 2. TAG


Marjan: Unsere erste Nacht im Zelt. Wir haben wir Steine geschlafen. Um 6 Uhr morgens sind die ersten bereits im Gange und begeben sich zu ihrer Arbeit.

Als wir gestern Mittag das Spital im Camp besuchen, läuft sich eine hochschwangere Frau, in den Wehen befindend, schon seit Stunden die Füsse wund. Bis gestern Nacht hat sie nicht entbunden. Heute Abend, wenn die 3 Krankenschwestern, die hier quasi als Ärzte fungieren, von ihrer Arbeit in das Camp zurückkehren, werden wir erfahren, ob die Frau inzwischen ihr Baby zur Welt gebracht hat.

Um 8 Uhr machen wir uns mit Hyppolite auf. Wir durchqueren Port au Prince und fahren durch das Landesinnere. Carrefour, Leogane - wunderschöne Ortsnamen, aber immer wieder das gleiche Bild. Zerstörung an allen Ecken und Enden. Unsere Augen schmerzen, man möchte fast nicht mehr hinsehen. Die Menschen leben in Baracken, im tiefsten Dreck. Wir streifen Sité Soleil - das Elendsviertel Haitis. Eines der ärmsten Slums weltweit. Und doch unterscheidet es sich oberflächlich betrachtet nur sehr wenig von dem Teil Haitis, den wir bisher durchfahren haben. Die Realität von Sité Soleil sieht jedoch ganz ander aus. Extrem hohe Kriminalität, Bandenkriege und absolute Hoffnungslosigkeit - alles Attribute, die uns immer wieder, auf die Frage nach Sité Soleil genannt werden. "Dort geht keiner einfach so rein!" Hier sind die Menschen schon immer arm. Nein, sie sind am Ende angelangt - heißt es. Schon lange bevor das katastrophale Erdbeben die haitianische Insel verschluckt hat.

Immer wieder steigen wir aus dem Auto aus und fotografieren. Hyppolite sagt es ist sicher, wir sollen uns keine Sorgen machen. Hyppolite ist immer um uns, hat uns im Blick. Doch verlässt er sein Auto kaum. Zu groß ist die Gefahr, daß ihm jemand die Scheiben einschlägt. Das Auto ist sein ganzer Stolz. Seine Haupteinnahme-Quelle. Er fährt alle herum. "Auch Wyclef Jean", sagt er und zeigt uns mit geschwellter Brust ein paar gemeinsame Fotos mit dem Musik-Star, den hier sehr viele Menschen verehren. Ganz gleich wo wir hinkommen, wir fallen immer auf. Und doch haben wir oft den Eindruck, die Menschen würden durch uns hindurchsehen. Immer wieder erweicht ein Lächeln den kritischen Blick des Gegenübers. Man versucht sich zu unterhalten, auf franzöisch, englisch oder manchmal sogar spanisch. Wir fühlen uns ein wenig wohler.

Wir fahren die Küste entlang. Alles könnte einem Karibik-Traum gleichkommen, würden einen die Ruinen am Rande nicht immer wieder in die Realität zurückholen. Hier macht niemand Urlaub. Haiti war auch vor dem Beben kein Touristen-Magnet.
Nur die einheimische Bevölkerung fährt zum Strand. Auch ein paar kleine Gästehäuser und Strand-Cafés erinnern daran, was sich hier einst abgespielt hat. Die Menschen, die heute zu ihrem Strand fahren erleben allenfalls improvisierte und umfunktionalisierte Urlaubs-Stimmung. Und doch ist die Fröhlichkeit zu sehen. Sie grillen Muscheln, Huhn und Platane. Sie tanzen im Sand zu ihrer Musik. Kinder raufen im Wasser, Männer spielen Brettspiele, während die Frauen sich ihr schönes Haar gegenseitig zu Zöpfen flechten. Ein beruhigendes Bild. Trügt es? Wäre da n nicht der ganze Müll, der sich seinen Weg ins das türkisfarbene Meer bahnt und die eingestürzten Häuser im Hintergrund. Würde es nicht aussehen, als wäre hier eine Bombe eingeschlagen.
Wer heute zum Strand fahren möchte, zahlt viel mehr als vor dem Beben für den Eintritt zum Strand-Abschnitt. Kaum einer kann sich das leisten. Und doch wirkt alles für einen kurzen Moment so, als wäre dies hier der perfekte Ort. Wunderbaren Menschen, die dir einen Teil ihrer Freude zeigen. Warum sind wir nochmal hier, wo sind wir nochmal? Ach ja,Haiti. Haiti, die Katastrophe. Haiti, die Zerstörung. Haiti, die Not. Haiti, eines der weltärmsten Länder.

Viele NGO`s haben sich hier niedergelassen. Auf unserer Route stechen die blauen Zelt-Planen mit all ihren Aufrducken der UNICEF, des "Le Croix haitienne", der UNO, medicines Solitaires - um nur einge zu nennen - ins Auge. Es wird geholfen. Es wird versucht. Und doch nimmt die sichtbare Not kein Ende.

J/P HRO benötigt ca. 240.000 US Dollar im Monat, um sein Camp, mit den rund 55.000 darin lebenden Menschen und der Infrastruktur zu erhalten.

Unsere Gala wird sich also auszahlen! Eine beruhigende Gewissheit am Ende des Tages.

Heute Abend nimmt uns Hyppolit in seine Kirche mit. Wir freuen uns auf diese Stunden, inmitten des Lebens von Haiti.

Mehr dann morgen... Liebe Grüsse... MARJAN und LUKAS


Reisetagebuch 3. TAG


Lukas: Sonntag Abend. Es ist Zeit für die Messe. Hippolyte erzählt uns, dass er jeden Sonntag zur Messe geht. Entweder am Morgen oder am Abend.
Von Weitem ist schon Musik zu hören. Keine Kirchenorgel. Kein Choral. Eine Band spielt und die Stimme des Vorsingers erklingt über dem Volksgesang der anderen Kirchenbesucher. Als wir das bunt geschmückte Gotteshaus betreten sind viele braune Augen in unsere Richtung gewandt. Es ist nicht alltäglich, dass Weiße zu ihrer Messe kommen. Fast schäbig gekleidet kommen wir uns vor, unter den herausgeputzten Haitianern, die ihren Gott, dem sie nach all dem Leid, das ihnen widerfahren ist und täglich widerfährt heute aufs Neue preisen wollten und danken für das, was er ihnen gibt, bitten für das, was sie so notwendig brauchen. Es ist schon bewundernswert, wie die Menschen trotz scheinbarer Hoffnungslosigkeit die Hoffnung nicht verlieren. Das können sie sich nicht auch noch leisten. Gott ist ihnen geblieben. Der selbe, den auch wir in unseren Stunden der Angst und Ratlosigkeit um Hilfe bitten.

Nach 20 Minuten musikalischem „eingrooven“ beginnt die Messe. Allmählich aber nur. Denn wir, die Gäste bringen den normalen Ablauf ein wenig durcheinander. Zu außerordentlich scheint unser Besuch zu sein, als dass man dem keine Aufmerksamkeit schenkte. Ein junger Haitianer übernimmt die Moderation auf Englisch. Wir werden alle nach vorne zum Altar gebeten. Nach kurzem Unverständnis kommen wir der Bitte natürlich nach. Unser etwas nervöser Moderator begrüsst uns überschwaenglich, bedankt sich, dass wir mit ihnen die Messe feiern und fragt uns nach unseren Namen und, natürlich, in welche Kirche wir denn zu Hause immer gehen. Naja. Ist ja klar, dass wir IMMER in St. Stephen gehen. Sie stimmen einen Willkommen-Song für uns an. Es ist wirklich ein unwirklicher Moment.

Auch wir bedanken uns, dass wir hier sein dürfen und dass sie uns so herzlich in ihrer Mitte aufnehmen.
Der Gottesdienst ist ein Fest von Gesang und eindringlichen Worten des Predigers, die wir leider nicht verstehen. Aber es kommt bei uns auf jeden Fall an, dass er meint was er sagt!
Zum Friedensgruss mischen sich unsere weißen Hände mit schwarzen Kinderhänden, Frauenhänden, Männerhänden,… Wir wünschen uns alles Gute und jeder geht wieder seine Wege.
Unser Weg führt noch für einen Sprung in Hipollytes Haus. Er hatte Glück. Das Beben hat sein Hab und Gut nicht erwischt. Wir lernen seine Familie kennen bevor der Tag im Camp ein Ende findet.


Marjan:
Ich bin verliebt. Ich bin in dieses wunderbare Land verliebt. Wie kann das sein? Die unvergesslichen Stunden, die wir mit Hippolyte in seiner Kirche verbringen durften. Die Gastfreundschaft, die Herzlichkeit, die lachenden Gesichter um uns herum. Wir beginnen durch die Truemmer hindurchzusehen. Wir beginnen unter dem Schutt den wahren Glanz zu entdecken. Haiti haette alles, wenn es ein wenig mehr hätte.

Heute morgen wachen wir mit anderen Augen auf. Wir freuen uns auf den Tag und auf das was wir heute sehen werden. So absurd es klingt. Zunächst holen wir eine Journalistin vom Flughafen ab und fahren zum gleichen Frischmarkt, bei dem wir auch gestern bereits vorbei gefahren sind. Der Markt liegt direkt an der Strasse. Die Schweine suhlen sich im Schlamm, der sich mit dem ewigen Muell mischt. Die Ziegen stoebern in den Bergen von Orangenschalen. Orangen sind heute im Angebot, und Mangos. Sie liegen allesamt aufgetuermt auf dem Boden. Auch Fleisch wird verkauft. Die Fliegen scharen sich um alles, was hier angeboten wird.
Als wir gestern hier her kamen, fuehlten wir uns äußerst unwohl. Wie Stoerenfriede, die sich das Leben in der Armut einmal anschauen. Heute ist alles anders. Wir schlendern durch den Markt, haben Mut gefasst. Wir sprechen mit den Menschen. Wir lächeln und gewinnen immer ein Lächeln zurueck. Heute finde ich diesen Markt wunderschoen.

Der Markt liegt gleich bei Cité Soleil. Dem Viertel, wo niemand hin will. Gestern wollten wir auch noch nicht so gern. Heute schon. Hippolyte faehrt uns in eine Klinik im Slum. "We Advance" heisst die Klinik, die von der US-Schauspielerin Maria Bello ins Leben gerufen wurde. Wir sollen uns mit Tina, der Leiterin der Klinik treffen. Sie ist Haitianerin. Tina verspaetet sich - der massive Stau unter der Woche - und wir warten auf einem grossen staubigen Platz auf dem sich die Klinik befindet. Um uns herum der Slum, vor dem sich jeder fuerchtet. Wir werden begutachtet, unter die Lupe genommen. Die ersten Schulkinder wagen sich heran als ich zeitvertreibend ein paar Muster in den Sand ritze. Ich zeichne ein Herz und ein Junge fluestert "une coer". Ich zeichne eine Sonne und der selbe Junge sagt mit festerer Stimme "un poisson!" Ich zeichne eine Sonne und ein Maedchen ruft "un soleil". Ich zeichne ein Haus und eine Sonne und ein anderer Junge lacht und schreit "Cité Soleil!". J'aime Ayiti, sage ich und alle Kinder lachen. Das Eis gebrochen... Wir schreiben uns unsere Namen in den Sand. Bis Tina eintrifft, bereit uns die Klinik zu zeigen. Die Klinik ist verschwindend klein - sie umfasst gerade mal 50 m2. "We advance", so nennt sich das Spital, das spezialisiert ist auf misshandelte Frauen und Kinder. 300.000 Menschen sollen in Cité Soleil leben. Wieviele Frauen und Kinder, wieviel misshandelte Frauen, Kinder...? Man weiss es nicht so genau. Auch die Polizei wagt sich nur ungern in den Slum hinein.

Von meiner lieben Kollegin Susan habe ich einen Koffer voller Kinderkleidung erhalten. Unsere Taschen sind voll gestopft. Auch die VBW hat uns viele T-Shirts und Kappen mitgegeben. Die Haelfte davon lassen wir hier. Die andere Haelfte nehmen wir mit zu Sister Marcella. Sister Marcella, urspruenglich aus Italien stammend kam vor 6 Jahren nach Haiti, ging 5 Jahre lang auf eigene Faust in den Slum hinein, um den Menschen ihre medizinische Hilfe anzubieten. Sie mietete eine kleine Unterkunft und spaeter baute sie sich ein kleines Haeuschen, in dem sie weiter als Aerztin taetig war. Das Erdbeben zerstoerte ihre Praxis komplett und doch wollte sie nicht aufgeben. Dank einiger NGO`s, die ihr die finanzielle Unterstuetzung anboten, konnte sie ein groesseres Spital bauen. Inzwischen konnte sie durch Spendengelder ein weiteres Haus bauen, in dem sie getrennt von anderen Patienten Cholera-Kranke behandelt. Cholera ist hochgradig ansteckend, wenn man die Regeln nicht einhaelt. Cholera ist in Haiti ein grosses Problem. Cholera ist toedlich, wenn man nicht die medizinischen Mittel hat, um fruehzeitig zu behandeln. Die Mittel in Haiti sind rar.

Sister Marcella fuehrt uns ueber ihre Anlage. Sie inkludiert eine Schule, eine Wasser-Station und ein paar neue Huetten am Rande des Slums, um den Menschen nach und nach ein besseres Leben zu ermoeglichen. Wir sind beeindruckt von ihrer Mission und ihrer herzlichen, warmen Ausstrahlung, auch uns gegenueber. Wir kommen, wie so viele, unterbrechen ihre Arbeit, um uns ein Bild von ihrem Projekt machen zu koennen. Geduldig fuehrt sie uns in ihr Projekt ein, waehrend sie nebenbei Medikamente an ihre Patienten verteilt. Sister Marcella kann diese Klinik nur durch Spenden finanzieren. Es gab Tage, da hat sie schwerkranke Patienten gehabt und konnte sie nicht behandeln. Weil sie nicht ueber ausreichend Material und Instrumente verfuegt. Auch wenn man vieles kaufen koennte, am Ende des Tages fehlt das Geld.

Sie beschaeftigt neben ein paar Volontaeren aus dem Ausland auch Haitianer für diverse Aufgabenbereiche. Die Idee fast aller Projekte hier in Haiti besteht darin nach und nach Haitianer in die soziale Arbeit einzubinden, sie zu schulen - um langfristig ein System in das Land zu bringen. Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Als wir mit Sister Marcella ueber den bunt angemalten Schulhof schlendern, schauen die ersten Schulkinder durch die Tuerspalten und rufen "Hey you!". Sie lachen uns an und nachdem sich die ersten Klassenzimmertueren oeffnen, laufen sie auf Sister Marcella zu und fallen ihr in die Arme. Lukas' blondes Haar wird beaeugt und manch ein Kind traut sich sogar einfach in den blonden Schopf zu greifen, bevor es sein Gesicht kichernd in den Bauch von Sister Marcella graebt. "Hey you!" ist ein Ausdruck, der hier haengenblieben ist. Hauptsaechlich von auslaendischen Soldaten, die diesen Ausruf mit ...Stop here, dont walk any further!" koppelten. So wird uns berichtet. Es ist die Benennung der Weißen, hier in Haiti.

Wir verbringen einige Zeit mit den Kindern und spielen mit ihnen, geben ihnen unsere Foto-Kameras, damit sie uns, die Weißen fotografieren bevor sie soviel Vertrauen in uns haben, dass auch wir von und mit ihnen Fotos machen duerfen. Schweren Herzens machen wir uns auf den Rueckweg in unser Camp. Heute steht ein Team-Meeting an, das wir nicht versaeumen moechten.

Zurueck im Camp versammeln sich die ersten Mitarbeiter. Da hier eine grosse Flotation an Mitarbeitern herrscht - einige bleiben nur 1, 2 Wochen, andere ein paar Monate, wenige sind seit einem Jahr hier. Jeder soll jedem vorgestellt werden. Wir sind beeindruckt davon, wie strukturiert alles ist. Insgesamt sind hier ca. 25 Freiwillige taetig. Es gibt Architekten, Krankenschwestern, eine Aerztin, eine Lehrerin, einen Computer-Fachmann. Sonder-Einsatzkraefte, die per Helicopter Hilfe leisten. Und immer wieder junge Haitianer, die bereits taetig sind oder noch fuer die Zukunft eingeschult werden. Auch wir stellen uns vor und erzaehlen von unserer Arbeit, dem Konzert vom letzten Jahr und dem geplanten Konzert am 11. Mai und das Team freut sich ueber diese Unterstuetzung aus Wien. Am Ende werden die Camp-Roules aufgezaehlt, wozu maximal 1-minuetiges Duschen zaehlt. Wenn man bedenkt, wie kostbar sauberes Wasser in Haiti ist, ist es kein Kunststueck sich in kuerzester Zeit am Ende eines knapp 40 Grad heissen Tages zu duschen. Was fuer ein Luxus erwartet uns in Wien! Schwer vorstellbar, dass wir am Freitag wieder in unserer Wohnung sein werden und alles so selbstverstaendlich sein kann, was den Menschen hier nur im Traum einfällt.

Nach einem langen Tag wartet nun unser Zelt auf uns. Bis morgen.

Grüsse,
Marjan & Lukas


Reisetagebuch 4. TAG


Lukas:
Um 6 Uhr morgens geht der Tag los. Eigentlich kenn ich nur ein 6 Uhr und das die Zeit wenn ich unser Theater betrete. Aber hier geht man mit der Sonne schlafen und steht mit ihr auf. Das kennen wir bereits von anderen Reisen in der Äquatorzone. Ganz so ist es natürlich nicht. Wir sitzen abends meist noch mit den Volunteers zusammen und reden… über Haiti, oder was sie so bewegt hierher zu kommen, woher sie kommen und wie lange sie bleiben. Manche sind seit Beginn hier, manche nur für 2-3 Wochen. Man sieht es denen an, die schon lange hier sind. "Ein Jahr sind hier fünf Jahre“, meint die Leiterin des Hospitals des Camps.

Nach ein paar Tagen hier können wir es in keiner Weise nachempfinden, was es heißt Monate, ja Jahre hier zu sein. Wir wissen nur, es macht müde, soviel Leid zu sehen. Müde, weil es überall ist und man eigentlich nicht weiss wo man anfangen soll. Stundenlange Autofahrten ändern das Bild nicht. Immer wieder das Gleiche: Zeltstädte, Blechhütten, Müll. Und dazwischen zum Grossteil nicht nachvollziehbar, sauber gekleidete Menschen. Es scheint ihr letzter Weg zu sein Würde zu bewahren. Die Pflege des eigenen Äusseren. Das Weiß ihrer Hemden ist strahlend, inmitten von Staub und Abgasen. Das Weiß unserer Haut kommt uns immer seltsamer vor, so sehr gewöhnen wir uns an die dunkle Hautfarbe unserer Gastgeber. Eine Farbe die so stark und mächtig wirkt, warm und stolz.

Der Stolz ist ihnen bis heute geblieben. Stolz, sich von ihren Versklavern zu befreien, als erste Sklavenstaat, der Stolz sich der Diktatoren entledigt zu haben, den Kleptokraten, die sie beraubten über Dekaden hindurch. Der Stolz ist es, was es so sensibel macht als „Helfer“, als die „Reichen“, als Weiße in ihre Welt einzutreten und auch bis zu einem gewissen Grad einzugreifen. Die Freiheit ist das höchste gut, was sich die Haitianer erkämpft haben und jegliche Art von Hoheit ist ihnen zuwider. Dies führ, neben den desaströsen Auswirkungen der Katastrophe auch abseits zu Unorganisiertheit und Schwierigkeiten in der Hierarchie.

Heute führt uns der Weg zum UN Camp. Es gibt keine grosse Kontrolle bei der Einfahrt. Unsere Hautfarbe ist Ausweis genug um Eintritt hinter die Mauern der Vereinten Nationen zu bekommen. Wir treffen den PR & Communication Chef von IOM (International Organisation of Migration) in Haiti. Er nimmt sich Zeit für uns, erzählt uns über einige Projekte. Er ist/war ein renommierter Journalist einer grossen internationalen Zeitung, Kommunikation/Information steht für ihn an oberster Stelle um Kriminalität und Armut zu bekämpfen.
Zwei Projekte legt er uns besonders ans Herz. Das eine ist ein Radioprojekt. Radio ist in Haiti DAS Informationsmedium schlechthin. Das Projekt versucht dichtes Netz von lokalen Radiostationen flaechendeckend im Land aufzubauen und so Informationen an die Menschen weiterzuleiten. z.B. Info über Massnahmen zur Cholera-Praevention.

Um die Bedürfnisse der Menschen in Cité Soleil Gehör zu schenken, wurden Briefkästen aufgestellt. Diese Briefe sollen vor allem auch IOM zeigen, was die echten Bedürfnisse der Menschen sind. Entwicklungshilfe nicht an den Menschen vorbei, sonder mit ihnen.
Briefe in denen die Menschen über ihre hoffnungslose Lage schreiben, Zeilen die sich unter der Last der Verzweiflung zu biegen scheinen. Fast jeder Brief beginnt mit einem Dank, dass sie die Möglichkeit bekommen sich an jemanden zu wenden, wenngleich ihre Hoffnung auf Hilfe damit wieder entfacht wird und droht wieder vor Enttäuschung zu erlöschen. Es ist die internationale Hilfe, die nach dem Beben die Menschen hoffen hat lassen, Hilfe, die wegen des unfassbaren Ausmasses der Katastrophe und der ohnehin schon dagewesenen Armut bei vielen bis heute nicht angekommen ist. Hilfe, die von den Ländern, die sie nach dem 12.1.2010 laut versprochen haben zum Grossteil aber nie auf die ferne Reise nach Haiti losgeschickt wurde… http://sitwayenayiti.org/

Marjan:
So viele Bilder, so viele Eindruecke, so viele Geschichten und Gesichter. Ein Bild von heute Morgen will mir einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen. Eine Frau, die alles verloren hat. Und doch wage ich nicht in Worte zu fassen, was ich gesehen habe. Diskretion, denke ich, ist manchmal angebracht - auch ohne diese Frau zu kennen oder gerade weil ich sie nicht kenne.

Es tut mir leid. Ich kann euch heute keine Zeilen schreiben. Ich muss das Bilderchaos in meinem Kopf erstmal ordnen, bevor ich einen roten Faden finde. Nur so viel. Es geht uns gut und ich erlebe jeden einzelnen Tag hier als Geschenk. Einzig durch diese Schönheit der Menschen, der Schönheit ihrer Seelen.

Wir waren heute mitten in Cité Soleil. Und einmal mehr waechst in mir die Gewissheit, dass ein Laecheln und Gruessen der Schluessel zu den Herzen der Menschen sind. Respekt! Hoeren wir den Menschen zu, die uns etwas sagen moechten, erweisen wir ihnen Respekt. Strecken wir die Haende helfend statt fordernd oder befehlend aus, werden sie zaghaft betrachtet und vielleicht legt sich die dunkle in die weiße Hand. Das ist ein Anfang. Ich erlebe in diesen Tagen unendlich viele Moeglichkeiten zu helfen. Einfuehlungs-Versuche in die Menschen, die so anders sind und doch so gleich. Hoeren wir ihnen zu, dann wissen wir was sie brauchen. Verursachen wir nicht noch zusaetzlichen Kummer, in dem wir ihnen diesen Respekt verwehren.

Ich schicke euch allen viele, viele Gruesse aus dem wunderschoenen Haiti.
Marjan & Lukas


Reisetagebuch 5. TAG


MARJAN:
Ich bin wieder voller Tatendrang und Frische und mit schwerem Herzen bereit unseren letzten Tag hier in Haiti zu beginnen. Es hat die ganze Nacht geregnet, unsere Zelte wurden nass . Heute morgen ist alles klamm und doch liebe ich unser kleines Zelt und kann mich gar nicht an den Gedanken gewoehnen uebermorgen wieder zurueck zu sein. Die Regen-Saison hat noch nicht begonnen und doch bekamen wir gestern eine Idee davon, was es bedeutet, wenn es hier stundenlang schuettet, die Strassen unter Wasser stehen. Dieser Fluss, der sich mit Muell und Sand mischt, der die Huegel hinabfliesst , um sich spaetestens in Cité Soleil zu einer unerkennbaren, infektionsreichen Soße am Rande der Blechhuetten, in den Zelten und ins taegliche Leben der Menschen zu schleichen. In ein paar Wochen wird es hier immer wieder stark regnen. Und auch die Hurrikan-Saison steht an.

Die Tage, die wir hier verbringen durften sind unbezahlbar. Hatten wir am ersten Tag schon fast die Hoffnung begraben, dass es ueberhaupt eine Moeglichkeit gibt zu helfen, sind wir am Ende unserer Reise ueberzeugt davon, dass Unterstuetzung jeglicher Art einen, wenn auch auf den ersten Blick „nur“ kleinen Stein ins Rollen bringt. Wir haben gesehen, wie hier tagtaeglich versucht wird Strukturen zu schaffen und den Menschen in einer respektvollen Weise eine Moeglichkeit aufgezeigt wird, selber aktiv zu sein. Sie mit einzubinden, anstatt ihnen alles fertig hinzustellen und sie kurze Zeit spaeter allein zu lassen. Es wird noch eine ganze Weile dauern und die Gelder fehlen an allen Ecken und Enden. Darum ist es so wichtig sie nicht zu vergessen, die Menschen hier, die alles verloren haben, die sich gerade erst auf die Beine stellen konnten, nachdem sie Jahrzehntelang ausgbeutet und versklavt wurden. Sie waren gerade erst dabei ihre lang ersehnte Freiheit zu erahnen bevor das Erdbeben ihnen den Boden unter den Fuessen wegriss. Die Menschen, die Angehoerigen, ihre Ehepartner, Kinder, Eltern, ihre Unterkuenfte, ihre Arbeit verloren haben, die mit Cholera einen weiteren Taeufel bekaempfen muessen und die am Ende eines langen Tages noch immer laecheln.
Wie ist das moeglich… Eine Frage, die ich wirklich nicht beantworten kann. Die spuer- und sichtbare Freude der Menschen, inmitten ihres Leids ist das wohl beeindruckendste, was wir mit nach Hause nehmen werden.


LUKAS: Eine E-Mail einer Freundin hat mich hier ich Haiti erreicht. Ihr ist zu Ohren gekommen, dass wir gerade in Port au Prince sind und bittet mich, einen alten Freund ihres Vaters aufzusuchen zu dem der Kontakt abgerissen ist um zu sehen, ob es ihm gut geht.
Es war nicht schwer den Ort heraus zu bekommen, an dem wir ihn finden könnten, falls er noch lebt. Die Generalvertretung von Mercedes Benz-Haiti war sein Arbeitgeber. Und zu unserer Freude ist dies auch heut noch so. Natürlich war der geschätzte 60 Jahre alte Herr etwas erstaunt von uns aufgesucht zu werden, doch als ich den Namen seines einstigen Freundes aus Österreich nenne breitet sich ein sonniges Grinsen über seinem Gesicht aus. 1983 oder so… auf jeden Fall lange her, als sie das letzte mal Kontakt hatten. Umso größer die Freude über den Gruss von seinem alten Freund aus Österreich!

Er erzählt uns über das Haiti vor dem Beben und über Haiti heute. Alles rund um die Mercedes Zentrale ist zerstört. Nach dem Besuch machen wir uns ein Bild, das uns erneut erschüttert. Dieser Stadtteil war uns bisher verborgen geblieben. Viel ist nicht mehr übrig. Es erinnert mich an Kriegsbilder… Bider, die wir als Österreicher nur vom Fernsehen kennen, von Filmen und Dokumentationen. Inmitten der Ruinen, entstanden binnen Minuten, Sekunden, leben die Menschen ihr Leben weiter. Rot makierte Häuser, einstige Prachtbauten aus der Kolonialzeit werden weiter als Unterstand verwendet ungeachtet der Tatsache, dass sie allesamt einsturzgefährdet sind.
Es ist ein anderes Land geworden. Der 12.1.10 alles, wo doch gerade ein Motor anzuspringen schien, wieder zum Stillstand gebracht und auf die Stunde Null zurückgedreht. Und jedes Jahr, jede Hurrikansaison droht die Apokalypse aufs Neue. Es ist nur eine Frage der Zeit bis einer der zerstörerischen Stürme die Zelte über die Köpfe der Menschen in den Himmel wirbelt und die Wassermassen die Mühen der letzten Monate wieder wegschwemmen werden. Letzte Saison wurde das Land von Hurrican „Thomas“ nur gestreift… Gott war gnädig… Ein Jahrhundertbeben sollte 2010 genug sein.

Es sollte sich herausstellen, dass unser verschollener haitianischer Freund schon über 80 war. Die Schickalsschläge die sein Volk erlitten hat und erleidet, haben ihn weniger gezeichnet als man es meinen möchte. Aber es ist eine tragische Zeit, erzählt er. Sein Grundstück wurde besetzt von 8000 Flüchtigen, von denen, die ihre Häuser verloren haben. Seit 14 Monaten leben sie in seinem „Garten“. Das wird auch noch lange so bleiben.
Aber am Ende des Gespräches steht die Freude über den wieder gewonnenen Kontakt zu seinem alten österreichischen Freund! Adressen werden ausgetauscht und man geht erfreut über die schöne Begegnung seine Wege.


MARJAN:
Am Ende des Tages besuchen wir eine Musik-Theater-Schule, die ganz in der Naehe unseres Camps liegt. Diese Schule hat sich zur Aufgabe gemacht junge Talente zu suchen, vor allem aus sozial-kritischen Millieus, allem voran aus Cité Soleil. Leonard Doyle von IOM erklaerte uns, dass man das Ziel habe, den Jugendlichen, speziell aus den sozial-kritischsten Ecken aus Cité Soleil eine Moeglichkeit zu geben ihre Talente zu foerden.
Der Andrang der Kids war sehr gross und nach kurzer Zeit veranstalteten sie eine kleine Show, die sie dort auffuehren wollten, wo wirklich niemand einen Fuss reinsetzt, sofern er nicht muss. Vor ihrer Perfomance wurden Handzettel ausgeteilt, sodass jeder infomiert war. Als sie dort eintrafen und ihre kleine Buehne aufstellen wollen, werden sie vom Gang-Leader unterbrochen, der sich darueber empoert, was man hier vorhabe, er wissen nichts von einer Show - Kein Mensch hier will sich mit den Leadern der verschiedenen Gangs in Cité Soleil anlegen, es koennte einen das eigene Leben kosten – doch die Veranstalter geben nicht auf, diskutieren und verhandeln mit dem Leader, um am Ende seine Erlaubnis fuer ihre Showeinlage zu erhalten. Die Auffuehrung findet grossen Beifall, der Leader bittet sie beim Abschied unbedingt wieder zu kommen.

Das, was hier so einfach klingt ist eines der groessten Probleme, abseits der Naturkatastrophe. Cité Soleil ist nicht nur einer der groessten und gefaerlichsten Slums. Hier regieren Anfuehrer unterschiedlicher Gangs, die regelmäßig Bandenkriege fuehren, die Tote mit sich bringen, von denne keinen weiß, da hier das groesste Geschaeft in de Korruption liegt. Die Kriminalitaet ist enorm hoch. Vergewaltigungen und Misshandlungen sind an der Tagesordung. Entfuehrungen sind keine Seltenheit. Weiße sind ein gefundenes Fressen. Die Polizei hat keine Kontrolle ueber diesen Stadtteil und doch gibt es einzelne Menschen, die versuchen denjeigen, die unter dieser Situation leiden zu helfen, in dem sie direkt hinein gehen und ihre Dienste anbieten. Aerzte, sowie Sister Marcella, Lehrer und eben auch Perfomance-Kuenstler. Sie versuchen ihr Vertrauen zu gewinnen, sie verhandeln mit den Leadern und wollen langfristig den Menschen hier Perspektiven schenken.

Unser Fahrer Hyppolite (an dieser Stelle muss ich mich mal fuer die permanent wechselnde Schreibweise seines Namens entschuldigen… und auch fuer alle anderen Rechtschreibfehler) ist oft dort hineingefahren, wo es am gefährlichsten ist. Er besitzt verschiedene Plastik-Schilder mit Aufdrucken internationaler Medien und Aerzte-Organisationen, wie Aerzte ohne Grenzen, die er im Zweifelsfall auf sein Amaturen-Brett schiebt. Hyppolite erzählt uns, daß er sich mehrere Male im Auto versteckt hat, manchmal Tage nicht aus Cité Soleil rauskam, da sich vor seinem Auto wilde Schiesserein abspielten. „Man wartet einfach bis es aufhoert und dann fährt man wieder raus“, sagt er und es klingt wie das normalste der Welt. Wenn man fuer seinen „Eintritt“ gut bezahlt, kann man vielleicht sogar eine Art „sichere Rundfahrt“ ergattern. Der Leader setzt sich dann auf die Motorhaube und fuehrt durch seinen Bezirk. Journalisten und Aerzte sind mitunter gern gesehen – denn sie helfen, sie berichten ueber das Leben der Menschen hier, im Slum die ganz auf sich allein gestellt sind und die viel zu sagen haetten, wuerde man ihnen die Chance geben zu reden. Dennoch gab es immer wieder auch auslaendische Opfer.

Das Theater-Projekt waere ein erfolgsversprechendes Programm. Chaka-Danse, der Name der Theater-Schule. Als wir sie erreichen trauen wir unseren Augen kaum. Das Haeuschen ist ebenfalls komplett zerstoert. Wir hoeren ein paar Stimmen und bahnen uns unseren Weg durch die Truemmer des Hauses, das direkt am Hang liegt. Jeder weitere Schritt koennte einen Stein ins Rollen bringen - im wahrsten Sinne des Wortes. Ein paar Treppchen fuehren uns auf einen kleinen Innenhof. Ca. 40 Schueler sitzen hier zusammen. Vor ihnen der Leiter, der Regisseur, der Choreograph. Sie besprechen gerade die Proben als wir hineintreten und ploetzlich schauen uns alle mit grossen Augen an. Wer kommt sie wohl besuchen. Welche NGO´s interessieren sich fuer diese kleine Bruchbude am Abhang von Pétionville. Wir werden einander vorgestellt. Man moechte uns etwas vorfuehren, sagt der Regisseur. Sie gewaehren uns einen Einblick in ihre Proben und was wie hier sehen wird uns innerhalb kuerzester Zeit zu Traenen ruehren. So viel Talent, das sich auf engstem Raum zwischen den Truemmern ihrer einstigen Probebuehne ihren Weg ertanzt, sie singen, sie spielen uns einen Sketch. Er handelt von der anstehenden Hurrikan-Saison. Er wird bald im Radio gespielt werden. Man will Kunst mit Information vereinen. Man moechte nicht mehr mit erhobenem Zeigefinger den Menschen Regeln, Verbote und Prävention „lehr-meistern“. Sie sollen in Form von lustigen Sketchen, von Liedern erfahren, wie sie sich am besten auf die anstehende Naturgewalten vorbereitet, sich schuetzt.

Die Menschen hier sind voller Hoffnung, voller Leidenschaft fuer den Gesang und Tanz, fuer das Spiel. Es ist nicht zu beschreiben, was wir empfinden und wie sehr uns dieser Augenblick bewegt. Wir lachen mit ohne jedes einzelne Wort zu verstehen, wir verstehen, da sie so ueberzeugend sind. Als wir uns wieder auf den Weg machen wollen, da ruft ein junger Haitianer „now you sing! We want to see how you do in your country!“. Selten sind wir so nervoes gewesen… Wir entscheiden uns fuer „Draussen ist Freiheit“, ich erklaere ihnen die Szene, erzaehle ein bisschen von unseren Vampiren. Der junge Mann fragt, „is this true Story?“ und alle lachen. Wir benutzen ihr zerstoertes Haus als Buehnenbild und am Ende duerfen wir in die strahlende Gesichter blicken. Es ist ein unbezahlbarer Moment. Wir machen uns auf den Heimweg. Der Abend bricht an. Unser letzter Abend in Haiti. Ich koennte heulen. Ich beherrsche mich. Und doch lassen sich die Traenen nicht mehr aufhalten. Diese Reise, Haiti hat sich in unsere Herzen gebrannt.

Wir haben einen wunderbaren Einblick erhalten. Wir haben Haiti eingeatmet, gespuert. Es hat sich in uns eingenistet. Jetzt sitzen wir hier im Camp, alles ist gepackt und der Abschied steht an. Wir werden definitiv zurueckkommen.

An dieser Stelle moechten wir uns bei unseren lieben Daniela Troester ( www.power-of-hope.at) bedanken, die uns hierher begleitet und uns alle Ecken um das Epizentrum gezeigt hat. Die uns von ihrer grossartigen Arbeit ihrer Organisation Power of Hope ueberzeugt hat. Wir bedanken uns bei allen Mitarbeitern von J/P HRO, die uns ebenfalls herzlich aufgenommen haben und die hier sensationelle Arbeit leisten. Wir bedanken uns bei Sean, der uns hierher eingeladen und ein Zelt in seinem Camp zur Verfuegung gestellt hat. Und vor allem bedanken wir uns bei all den Menschen, die hier leben und uns die Kraft gegeben haben ihre Geschichten in unsere kleine Welt zu tragen um langfristig in Erinnerung zu bleiben!

Bis bald… Zuhaus.

Marjan & Lukas

14.05.2011 | REISETAGEBOCH

Marjan Shaki & Lukas Perman in Haiti
Reisetagebuch 1. TAG

Marjan: Als wir auf dem Flughafen von Port au Prince landen, erscheint uns auf den ersten Blick alles, wie auf so vielen anderen karibische Inseln, mit ihren spärlichen Flughäfen. Einzig die Mitreisenden unterscheiden sich stark von dem sonst so oft gesehenen Tourismus. Hier sind wir 2 "Betrachter" unter vielen Helfenden und vor allem und fast ausschließlich Haitianern. Wer fliegt schon nach Haiti?!

Kaum verlassen wir das Gebäude sticht uns die Menge der US-Militärs ins Auge und gleich darauf bemerken wir die Zertörung um uns herum. Zelte, so weit das Auge reicht. Chaotische Strassenverhältnisse, Schutt und zwischendrin immer wieder Menschen, die am Rande der Wege Zerstörtes zu beseitigen oder in improvisierten Lädchen alltägliches zu verkaufen versuchen. Ein ganz normales Tag, hier in Haiti.

Gegen 8:30 Uhr (Ortszeit) erreichen wir das J/P HRO Camp, in dem wir die nächsten Tage und Nächte verbringen werden. Um ein altes, verlassen wirkendes Haus, in dem sich das Office der Organisation von Sean Penn befindet schlagen wir, wie auch alle Mitarbeiter von J/P HRO unsere Zelte auf.

Lauren, der "Big Boss" des Camps führt uns zu allererst in die, von Sean ins Leben gerufene Zeltstadt. Was wir hier sehen, wirkt auf uns wie eine 3-D Dokumentation über das Leben der Haitianer nach dem Beben 2010. Hier leben die Menschen und warten und hoffen auf Veränderung und die Rückkehr in ihr eigentliches Zuhause. Zelt an Zelt leben sie. Keine Privatsphäre. Noch mehr improvisierter Geschäftssinn innerhalb des Camps. So gibt es z.B einen kleinen Frisör-Salon oder einige kleine Buden, die Getränke verkaufen. Wasser ist rar, der Müll häuft sich, überall Staub, Dreck, Armut - und doch befinden wir uns im "Hilton" unter den Zeltstädten. Hier sind die Menschen sicher. Hier gibt es Regeln. Hier herrscht friedliches Miteinander. Denn sobald einer Gewalt ins Spiel bringt, fliegt er raus.

Lukas: Zurück im Headquarter von J/P HRO haben wir kurz Ruhe. Während des Lunchs entstehen die ersten Gespräche mit den Volunteers. Ein bunter Haufen aus allen Himmelsrichtungen hergeweht, hauptsächlich aber aus den USA, um Sean's Zeltstadt zu managen. Und zu managen gibt es viel. Man stelle sich vor, über 55.000 Menschen sind in dem Camp untergebracht, mittlerweile über ein Jahr. Hier, im Headquarter sitzt sozusagen die "Regierung", die alles organisiert. Es wird nur eine kleine Gruppe von ausländischen NGOs in die Arbeit involviert, der Grossteil sind Haitianer.
Wasser ist das grosse Problem. Woher nehmen? Frisches Wasser für 55.000 Menschen täglich. Wir haben aus Österreich einen "Wasserrucksack" mitgebracht. Von der Uni Kassel wurde er konstruiert. 23 kg ist er schwer, also leicht überall hin zu transportieren, daher Wasser RUCKSACK. Bis zu 12.000 Menschen können damit versorgt werden.
Man schüttet verunreinigtes Süsswasser oben hinein und unten kommt Trinkwasser heraus. Und das Unfassbare ist, dass dieses Gerät nicht einmal gewartet werden muss.
In den nächsten Tagen werden wir das erste mal das Nass aus dem "unendlichen Brunnen" kosten.

Marjan: Um 14 Uhr (Ortszeit) werden wir von unserem Fahrer, der uns für die kommenden 5 Tage hier in Haiti seine Dienste zur Verfügung stellt, abgeholt. Hippolyt, der der die Pferde loslässt - so heißt er. Und er fährt uns über wilde, zerbrochene Straßen und gespaltenen Asphalt. Immer wieder die fassungslose Erkenntnis, daß alles so zerstört ist, wie man es sich nicht hatte vorstellen können. Noch immer Zelte, so weit das Auge reicht. Und wo keine Zelte stehen, haben sich die Menschen in Ruinen eingerichtet, um in irgendeiner Form ein "Dach" über dem Kopf zu haben. Unseren 1. Stop legen wir am Regierungspalast ein. Wir sind die einzigen Weißen weit und breit und sorgen immer wieder für Aufmerksamkeit. Wir sind benommen. Ja, wir sind die Reichen, die hierher kommen und einmal "schauen". Ob es wirklich alles so schlimm ist, wie man immer hört. Und nochmal ja, es übertrifft unsere Erwartungen... leider. Wir wagen uns in eine unbewachte Zeltstadt, die sich selbst entwickelt hat. Hier gibt es keine Regeln. Hier kümmert sich niemand und sauberes Wasser gibt es auch keines. Die Menschen begegnen uns immer wieder mit Offenheit und Freundlichkeit. Doch was können wir ihnen schon geben.
Wir besichtigen die einst prunkvolle Kathedrale, die nurmehr zu erahnen ist. Einmal mehr begleiten und führen uns Kinder durch "ihre Gegend", zeigen uns ihr "Zuhause". Und wir schenken ein paar T-Shirts, Süßigkeiten her... und fühlen uns noch immer wie gelähmt. Hippolyt bringt uns zum ganzen Stolz der Innenstadt. Ein ganz neuer Markt, auf dem neben frischen Früchten, Gemüse, Kräutern auch wunderschöne Malereien und andere Handwerke angeboten werden. Nach ein paar Stunden im echten Haiti fährt uns Hippolyt wieder ins Camp.

Lukas: Wir essen zu Abend. Reis, Kochbananen und ein bisschen Fleisch. Die haitianischen Köchinnen haben es zubereitet und es schmeckt köstlich. Die NGOs kehren von ihrer Arbeit im Camp zurück. Krankenpfleger, Lehrer und ein Architekt. Es war ein langer Tag. Sie sind sichtlich überrascht über unseren Besuch. Erfreut, neue Gesichter zu sehen. Was wir denn machen? Wie lang wir bleiben? ... Nur ein paar Tage. Wir machen ein Konzert in Wien. Für Haiti. Das Zweite. Wir wollen sehen was das denn für ein Land ist, für das so viele Künstler im fernen Wien auftreten werden. Die Organisation kennenlernen, in die wir unser Vertrauen setzen.
Sie sind allesamt begeistert von "ihrer" Organisation J/P HRO. Es gibt so viel zu tun und so viele Organisationen. Sie vertrauen der ihrigen und versuchen Tag für Tag einen Fuss vor den anderen zu setzen um Schritt für Schritt weiter zu kommen.

Wir schicken euch viele Grüße nach Wien.
Lukas & Marjan



Reisetagebuch 2. TAG


Marjan: Unsere erste Nacht im Zelt. Wir haben wir Steine geschlafen. Um 6 Uhr morgens sind die ersten bereits im Gange und begeben sich zu ihrer Arbeit.

Als wir gestern Mittag das Spital im Camp besuchen, läuft sich eine hochschwangere Frau, in den Wehen befindend, schon seit Stunden die Füsse wund. Bis gestern Nacht hat sie nicht entbunden. Heute Abend, wenn die 3 Krankenschwestern, die hier quasi als Ärzte fungieren, von ihrer Arbeit in das Camp zurückkehren, werden wir erfahren, ob die Frau inzwischen ihr Baby zur Welt gebracht hat.

Um 8 Uhr machen wir uns mit Hyppolite auf. Wir durchqueren Port au Prince und fahren durch das Landesinnere. Carrefour, Leogane - wunderschöne Ortsnamen, aber immer wieder das gleiche Bild. Zerstörung an allen Ecken und Enden. Unsere Augen schmerzen, man möchte fast nicht mehr hinsehen. Die Menschen leben in Baracken, im tiefsten Dreck. Wir streifen Sité Soleil - das Elendsviertel Haitis. Eines der ärmsten Slums weltweit. Und doch unterscheidet es sich oberflächlich betrachtet nur sehr wenig von dem Teil Haitis, den wir bisher durchfahren haben. Die Realität von Sité Soleil sieht jedoch ganz ander aus. Extrem hohe Kriminalität, Bandenkriege und absolute Hoffnungslosigkeit - alles Attribute, die uns immer wieder, auf die Frage nach Sité Soleil genannt werden. "Dort geht keiner einfach so rein!" Hier sind die Menschen schon immer arm. Nein, sie sind am Ende angelangt - heißt es. Schon lange bevor das katastrophale Erdbeben die haitianische Insel verschluckt hat.

Immer wieder steigen wir aus dem Auto aus und fotografieren. Hyppolite sagt es ist sicher, wir sollen uns keine Sorgen machen. Hyppolite ist immer um uns, hat uns im Blick. Doch verlässt er sein Auto kaum. Zu groß ist die Gefahr, daß ihm jemand die Scheiben einschlägt. Das Auto ist sein ganzer Stolz. Seine Haupteinnahme-Quelle. Er fährt alle herum. "Auch Wyclef Jean", sagt er und zeigt uns mit geschwellter Brust ein paar gemeinsame Fotos mit dem Musik-Star, den hier sehr viele Menschen verehren. Ganz gleich wo wir hinkommen, wir fallen immer auf. Und doch haben wir oft den Eindruck, die Menschen würden durch uns hindurchsehen. Immer wieder erweicht ein Lächeln den kritischen Blick des Gegenübers. Man versucht sich zu unterhalten, auf franzöisch, englisch oder manchmal sogar spanisch. Wir fühlen uns ein wenig wohler.

Wir fahren die Küste entlang. Alles könnte einem Karibik-Traum gleichkommen, würden einen die Ruinen am Rande nicht immer wieder in die Realität zurückholen. Hier macht niemand Urlaub. Haiti war auch vor dem Beben kein Touristen-Magnet.
Nur die einheimische Bevölkerung fährt zum Strand. Auch ein paar kleine Gästehäuser und Strand-Cafés erinnern daran, was sich hier einst abgespielt hat. Die Menschen, die heute zu ihrem Strand fahren erleben allenfalls improvisierte und umfunktionalisierte Urlaubs-Stimmung. Und doch ist die Fröhlichkeit zu sehen. Sie grillen Muscheln, Huhn und Platane. Sie tanzen im Sand zu ihrer Musik. Kinder raufen im Wasser, Männer spielen Brettspiele, während die Frauen sich ihr schönes Haar gegenseitig zu Zöpfen flechten. Ein beruhigendes Bild. Trügt es? Wäre da n nicht der ganze Müll, der sich seinen Weg ins das türkisfarbene Meer bahnt und die eingestürzten Häuser im Hintergrund. Würde es nicht aussehen, als wäre hier eine Bombe eingeschlagen.
Wer heute zum Strand fahren möchte, zahlt viel mehr als vor dem Beben für den Eintritt zum Strand-Abschnitt. Kaum einer kann sich das leisten. Und doch wirkt alles für einen kurzen Moment so, als wäre dies hier der perfekte Ort. Wunderbaren Menschen, die dir einen Teil ihrer Freude zeigen. Warum sind wir nochmal hier, wo sind wir nochmal? Ach ja,Haiti. Haiti, die Katastrophe. Haiti, die Zerstörung. Haiti, die Not. Haiti, eines der weltärmsten Länder.

Viele NGO`s haben sich hier niedergelassen. Auf unserer Route stechen die blauen Zelt-Planen mit all ihren Aufrducken der UNICEF, des "Le Croix haitienne", der UNO, medicines Solitaires - um nur einge zu nennen - ins Auge. Es wird geholfen. Es wird versucht. Und doch nimmt die sichtbare Not kein Ende.

J/P HRO benötigt ca. 240.000 US Dollar im Monat, um sein Camp, mit den rund 55.000 darin lebenden Menschen und der Infrastruktur zu erhalten.

Unsere Gala wird sich also auszahlen! Eine beruhigende Gewissheit am Ende des Tages.

Heute Abend nimmt uns Hyppolit in seine Kirche mit. Wir freuen uns auf diese Stunden, inmitten des Lebens von Haiti.

Mehr dann morgen... Liebe Grüsse... MARJAN und LUKAS


Reisetagebuch 3. TAG


Lukas: Sonntag Abend. Es ist Zeit für die Messe. Hippolyte erzählt uns, dass er jeden Sonntag zur Messe geht. Entweder am Morgen oder am Abend.
Von Weitem ist schon Musik zu hören. Keine Kirchenorgel. Kein Choral. Eine Band spielt und die Stimme des Vorsingers erklingt über dem Volksgesang der anderen Kirchenbesucher. Als wir das bunt geschmückte Gotteshaus betreten sind viele braune Augen in unsere Richtung gewandt. Es ist nicht alltäglich, dass Weiße zu ihrer Messe kommen. Fast schäbig gekleidet kommen wir uns vor, unter den herausgeputzten Haitianern, die ihren Gott, dem sie nach all dem Leid, das ihnen widerfahren ist und täglich widerfährt heute aufs Neue preisen wollten und danken für das, was er ihnen gibt, bitten für das, was sie so notwendig brauchen. Es ist schon bewundernswert, wie die Menschen trotz scheinbarer Hoffnungslosigkeit die Hoffnung nicht verlieren. Das können sie sich nicht auch noch leisten. Gott ist ihnen geblieben. Der selbe, den auch wir in unseren Stunden der Angst und Ratlosigkeit um Hilfe bitten.

Nach 20 Minuten musikalischem „eingrooven“ beginnt die Messe. Allmählich aber nur. Denn wir, die Gäste bringen den normalen Ablauf ein wenig durcheinander. Zu außerordentlich scheint unser Besuch zu sein, als dass man dem keine Aufmerksamkeit schenkte. Ein junger Haitianer übernimmt die Moderation auf Englisch. Wir werden alle nach vorne zum Altar gebeten. Nach kurzem Unverständnis kommen wir der Bitte natürlich nach. Unser etwas nervöser Moderator begrüsst uns überschwaenglich, bedankt sich, dass wir mit ihnen die Messe feiern und fragt uns nach unseren Namen und, natürlich, in welche Kirche wir denn zu Hause immer gehen. Naja. Ist ja klar, dass wir IMMER in St. Stephen gehen. Sie stimmen einen Willkommen-Song für uns an. Es ist wirklich ein unwirklicher Moment.

Auch wir bedanken uns, dass wir hier sein dürfen und dass sie uns so herzlich in ihrer Mitte aufnehmen.
Der Gottesdienst ist ein Fest von Gesang und eindringlichen Worten des Predigers, die wir leider nicht verstehen. Aber es kommt bei uns auf jeden Fall an, dass er meint was er sagt!
Zum Friedensgruss mischen sich unsere weißen Hände mit schwarzen Kinderhänden, Frauenhänden, Männerhänden,… Wir wünschen uns alles Gute und jeder geht wieder seine Wege.
Unser Weg führt noch für einen Sprung in Hipollytes Haus. Er hatte Glück. Das Beben hat sein Hab und Gut nicht erwischt. Wir lernen seine Familie kennen bevor der Tag im Camp ein Ende findet.


Marjan:
Ich bin verliebt. Ich bin in dieses wunderbare Land verliebt. Wie kann das sein? Die unvergesslichen Stunden, die wir mit Hippolyte in seiner Kirche verbringen durften. Die Gastfreundschaft, die Herzlichkeit, die lachenden Gesichter um uns herum. Wir beginnen durch die Truemmer hindurchzusehen. Wir beginnen unter dem Schutt den wahren Glanz zu entdecken. Haiti haette alles, wenn es ein wenig mehr hätte.

Heute morgen wachen wir mit anderen Augen auf. Wir freuen uns auf den Tag und auf das was wir heute sehen werden. So absurd es klingt. Zunächst holen wir eine Journalistin vom Flughafen ab und fahren zum gleichen Frischmarkt, bei dem wir auch gestern bereits vorbei gefahren sind. Der Markt liegt direkt an der Strasse. Die Schweine suhlen sich im Schlamm, der sich mit dem ewigen Muell mischt. Die Ziegen stoebern in den Bergen von Orangenschalen. Orangen sind heute im Angebot, und Mangos. Sie liegen allesamt aufgetuermt auf dem Boden. Auch Fleisch wird verkauft. Die Fliegen scharen sich um alles, was hier angeboten wird.
Als wir gestern hier her kamen, fuehlten wir uns äußerst unwohl. Wie Stoerenfriede, die sich das Leben in der Armut einmal anschauen. Heute ist alles anders. Wir schlendern durch den Markt, haben Mut gefasst. Wir sprechen mit den Menschen. Wir lächeln und gewinnen immer ein Lächeln zurueck. Heute finde ich diesen Markt wunderschoen.

Der Markt liegt gleich bei Cité Soleil. Dem Viertel, wo niemand hin will. Gestern wollten wir auch noch nicht so gern. Heute schon. Hippolyte faehrt uns in eine Klinik im Slum. "We Advance" heisst die Klinik, die von der US-Schauspielerin Maria Bello ins Leben gerufen wurde. Wir sollen uns mit Tina, der Leiterin der Klinik treffen. Sie ist Haitianerin. Tina verspaetet sich - der massive Stau unter der Woche - und wir warten auf einem grossen staubigen Platz auf dem sich die Klinik befindet. Um uns herum der Slum, vor dem sich jeder fuerchtet. Wir werden begutachtet, unter die Lupe genommen. Die ersten Schulkinder wagen sich heran als ich zeitvertreibend ein paar Muster in den Sand ritze. Ich zeichne ein Herz und ein Junge fluestert "une coer". Ich zeichne eine Sonne und der selbe Junge sagt mit festerer Stimme "un poisson!" Ich zeichne eine Sonne und ein Maedchen ruft "un soleil". Ich zeichne ein Haus und eine Sonne und ein anderer Junge lacht und schreit "Cité Soleil!". J'aime Ayiti, sage ich und alle Kinder lachen. Das Eis gebrochen... Wir schreiben uns unsere Namen in den Sand. Bis Tina eintrifft, bereit uns die Klinik zu zeigen. Die Klinik ist verschwindend klein - sie umfasst gerade mal 50 m2. "We advance", so nennt sich das Spital, das spezialisiert ist auf misshandelte Frauen und Kinder. 300.000 Menschen sollen in Cité Soleil leben. Wieviele Frauen und Kinder, wieviel misshandelte Frauen, Kinder...? Man weiss es nicht so genau. Auch die Polizei wagt sich nur ungern in den Slum hinein.

Von meiner lieben Kollegin Susan habe ich einen Koffer voller Kinderkleidung erhalten. Unsere Taschen sind voll gestopft. Auch die VBW hat uns viele T-Shirts und Kappen mitgegeben. Die Haelfte davon lassen wir hier. Die andere Haelfte nehmen wir mit zu Sister Marcella. Sister Marcella, urspruenglich aus Italien stammend kam vor 6 Jahren nach Haiti, ging 5 Jahre lang auf eigene Faust in den Slum hinein, um den Menschen ihre medizinische Hilfe anzubieten. Sie mietete eine kleine Unterkunft und spaeter baute sie sich ein kleines Haeuschen, in dem sie weiter als Aerztin taetig war. Das Erdbeben zerstoerte ihre Praxis komplett und doch wollte sie nicht aufgeben. Dank einiger NGO`s, die ihr die finanzielle Unterstuetzung anboten, konnte sie ein groesseres Spital bauen. Inzwischen konnte sie durch Spendengelder ein weiteres Haus bauen, in dem sie getrennt von anderen Patienten Cholera-Kranke behandelt. Cholera ist hochgradig ansteckend, wenn man die Regeln nicht einhaelt. Cholera ist in Haiti ein grosses Problem. Cholera ist toedlich, wenn man nicht die medizinischen Mittel hat, um fruehzeitig zu behandeln. Die Mittel in Haiti sind rar.

Sister Marcella fuehrt uns ueber ihre Anlage. Sie inkludiert eine Schule, eine Wasser-Station und ein paar neue Huetten am Rande des Slums, um den Menschen nach und nach ein besseres Leben zu ermoeglichen. Wir sind beeindruckt von ihrer Mission und ihrer herzlichen, warmen Ausstrahlung, auch uns gegenueber. Wir kommen, wie so viele, unterbrechen ihre Arbeit, um uns ein Bild von ihrem Projekt machen zu koennen. Geduldig fuehrt sie uns in ihr Projekt ein, waehrend sie nebenbei Medikamente an ihre Patienten verteilt. Sister Marcella kann diese Klinik nur durch Spenden finanzieren. Es gab Tage, da hat sie schwerkranke Patienten gehabt und konnte sie nicht behandeln. Weil sie nicht ueber ausreichend Material und Instrumente verfuegt. Auch wenn man vieles kaufen koennte, am Ende des Tages fehlt das Geld.

Sie beschaeftigt neben ein paar Volontaeren aus dem Ausland auch Haitianer für diverse Aufgabenbereiche. Die Idee fast aller Projekte hier in Haiti besteht darin nach und nach Haitianer in die soziale Arbeit einzubinden, sie zu schulen - um langfristig ein System in das Land zu bringen. Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Als wir mit Sister Marcella ueber den bunt angemalten Schulhof schlendern, schauen die ersten Schulkinder durch die Tuerspalten und rufen "Hey you!". Sie lachen uns an und nachdem sich die ersten Klassenzimmertueren oeffnen, laufen sie auf Sister Marcella zu und fallen ihr in die Arme. Lukas' blondes Haar wird beaeugt und manch ein Kind traut sich sogar einfach in den blonden Schopf zu greifen, bevor es sein Gesicht kichernd in den Bauch von Sister Marcella graebt. "Hey you!" ist ein Ausdruck, der hier haengenblieben ist. Hauptsaechlich von auslaendischen Soldaten, die diesen Ausruf mit ...Stop here, dont walk any further!" koppelten. So wird uns berichtet. Es ist die Benennung der Weißen, hier in Haiti.

Wir verbringen einige Zeit mit den Kindern und spielen mit ihnen, geben ihnen unsere Foto-Kameras, damit sie uns, die Weißen fotografieren bevor sie soviel Vertrauen in uns haben, dass auch wir von und mit ihnen Fotos machen duerfen. Schweren Herzens machen wir uns auf den Rueckweg in unser Camp. Heute steht ein Team-Meeting an, das wir nicht versaeumen moechten.

Zurueck im Camp versammeln sich die ersten Mitarbeiter. Da hier eine grosse Flotation an Mitarbeitern herrscht - einige bleiben nur 1, 2 Wochen, andere ein paar Monate, wenige sind seit einem Jahr hier. Jeder soll jedem vorgestellt werden. Wir sind beeindruckt davon, wie strukturiert alles ist. Insgesamt sind hier ca. 25 Freiwillige taetig. Es gibt Architekten, Krankenschwestern, eine Aerztin, eine Lehrerin, einen Computer-Fachmann. Sonder-Einsatzkraefte, die per Helicopter Hilfe leisten. Und immer wieder junge Haitianer, die bereits taetig sind oder noch fuer die Zukunft eingeschult werden. Auch wir stellen uns vor und erzaehlen von unserer Arbeit, dem Konzert vom letzten Jahr und dem geplanten Konzert am 11. Mai und das Team freut sich ueber diese Unterstuetzung aus Wien. Am Ende werden die Camp-Roules aufgezaehlt, wozu maximal 1-minuetiges Duschen zaehlt. Wenn man bedenkt, wie kostbar sauberes Wasser in Haiti ist, ist es kein Kunststueck sich in kuerzester Zeit am Ende eines knapp 40 Grad heissen Tages zu duschen. Was fuer ein Luxus erwartet uns in Wien! Schwer vorstellbar, dass wir am Freitag wieder in unserer Wohnung sein werden und alles so selbstverstaendlich sein kann, was den Menschen hier nur im Traum einfällt.

Nach einem langen Tag wartet nun unser Zelt auf uns. Bis morgen.

Grüsse,
Marjan & Lukas


Reisetagebuch 4. TAG


Lukas:
Um 6 Uhr morgens geht der Tag los. Eigentlich kenn ich nur ein 6 Uhr und das die Zeit wenn ich unser Theater betrete. Aber hier geht man mit der Sonne schlafen und steht mit ihr auf. Das kennen wir bereits von anderen Reisen in der Äquatorzone. Ganz so ist es natürlich nicht. Wir sitzen abends meist noch mit den Volunteers zusammen und reden… über Haiti, oder was sie so bewegt hierher zu kommen, woher sie kommen und wie lange sie bleiben. Manche sind seit Beginn hier, manche nur für 2-3 Wochen. Man sieht es denen an, die schon lange hier sind. "Ein Jahr sind hier fünf Jahre“, meint die Leiterin des Hospitals des Camps.

Nach ein paar Tagen hier können wir es in keiner Weise nachempfinden, was es heißt Monate, ja Jahre hier zu sein. Wir wissen nur, es macht müde, soviel Leid zu sehen. Müde, weil es überall ist und man eigentlich nicht weiss wo man anfangen soll. Stundenlange Autofahrten ändern das Bild nicht. Immer wieder das Gleiche: Zeltstädte, Blechhütten, Müll. Und dazwischen zum Grossteil nicht nachvollziehbar, sauber gekleidete Menschen. Es scheint ihr letzter Weg zu sein Würde zu bewahren. Die Pflege des eigenen Äusseren. Das Weiß ihrer Hemden ist strahlend, inmitten von Staub und Abgasen. Das Weiß unserer Haut kommt uns immer seltsamer vor, so sehr gewöhnen wir uns an die dunkle Hautfarbe unserer Gastgeber. Eine Farbe die so stark und mächtig wirkt, warm und stolz.

Der Stolz ist ihnen bis heute geblieben. Stolz, sich von ihren Versklavern zu befreien, als erste Sklavenstaat, der Stolz sich der Diktatoren entledigt zu haben, den Kleptokraten, die sie beraubten über Dekaden hindurch. Der Stolz ist es, was es so sensibel macht als „Helfer“, als die „Reichen“, als Weiße in ihre Welt einzutreten und auch bis zu einem gewissen Grad einzugreifen. Die Freiheit ist das höchste gut, was sich die Haitianer erkämpft haben und jegliche Art von Hoheit ist ihnen zuwider. Dies führ, neben den desaströsen Auswirkungen der Katastrophe auch abseits zu Unorganisiertheit und Schwierigkeiten in der Hierarchie.

Heute führt uns der Weg zum UN Camp. Es gibt keine grosse Kontrolle bei der Einfahrt. Unsere Hautfarbe ist Ausweis genug um Eintritt hinter die Mauern der Vereinten Nationen zu bekommen. Wir treffen den PR & Communication Chef von IOM (International Organisation of Migration) in Haiti. Er nimmt sich Zeit für uns, erzählt uns über einige Projekte. Er ist/war ein renommierter Journalist einer grossen internationalen Zeitung, Kommunikation/Information steht für ihn an oberster Stelle um Kriminalität und Armut zu bekämpfen.
Zwei Projekte legt er uns besonders ans Herz. Das eine ist ein Radioprojekt. Radio ist in Haiti DAS Informationsmedium schlechthin. Das Projekt versucht dichtes Netz von lokalen Radiostationen flaechendeckend im Land aufzubauen und so Informationen an die Menschen weiterzuleiten. z.B. Info über Massnahmen zur Cholera-Praevention.

Um die Bedürfnisse der Menschen in Cité Soleil Gehör zu schenken, wurden Briefkästen aufgestellt. Diese Briefe sollen vor allem auch IOM zeigen, was die echten Bedürfnisse der Menschen sind. Entwicklungshilfe nicht an den Menschen vorbei, sonder mit ihnen.
Briefe in denen die Menschen über ihre hoffnungslose Lage schreiben, Zeilen die sich unter der Last der Verzweiflung zu biegen scheinen. Fast jeder Brief beginnt mit einem Dank, dass sie die Möglichkeit bekommen sich an jemanden zu wenden, wenngleich ihre Hoffnung auf Hilfe damit wieder entfacht wird und droht wieder vor Enttäuschung zu erlöschen. Es ist die internationale Hilfe, die nach dem Beben die Menschen hoffen hat lassen, Hilfe, die wegen des unfassbaren Ausmasses der Katastrophe und der ohnehin schon dagewesenen Armut bei vielen bis heute nicht angekommen ist. Hilfe, die von den Ländern, die sie nach dem 12.1.2010 laut versprochen haben zum Grossteil aber nie auf die ferne Reise nach Haiti losgeschickt wurde… http://sitwayenayiti.org/

Marjan:
So viele Bilder, so viele Eindruecke, so viele Geschichten und Gesichter. Ein Bild von heute Morgen will mir einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen. Eine Frau, die alles verloren hat. Und doch wage ich nicht in Worte zu fassen, was ich gesehen habe. Diskretion, denke ich, ist manchmal angebracht - auch ohne diese Frau zu kennen oder gerade weil ich sie nicht kenne.

Es tut mir leid. Ich kann euch heute keine Zeilen schreiben. Ich muss das Bilderchaos in meinem Kopf erstmal ordnen, bevor ich einen roten Faden finde. Nur so viel. Es geht uns gut und ich erlebe jeden einzelnen Tag hier als Geschenk. Einzig durch diese Schönheit der Menschen, der Schönheit ihrer Seelen.

Wir waren heute mitten in Cité Soleil. Und einmal mehr waechst in mir die Gewissheit, dass ein Laecheln und Gruessen der Schluessel zu den Herzen der Menschen sind. Respekt! Hoeren wir den Menschen zu, die uns etwas sagen moechten, erweisen wir ihnen Respekt. Strecken wir die Haende helfend statt fordernd oder befehlend aus, werden sie zaghaft betrachtet und vielleicht legt sich die dunkle in die weiße Hand. Das ist ein Anfang. Ich erlebe in diesen Tagen unendlich viele Moeglichkeiten zu helfen. Einfuehlungs-Versuche in die Menschen, die so anders sind und doch so gleich. Hoeren wir ihnen zu, dann wissen wir was sie brauchen. Verursachen wir nicht noch zusaetzlichen Kummer, in dem wir ihnen diesen Respekt verwehren.

Ich schicke euch allen viele, viele Gruesse aus dem wunderschoenen Haiti.
Marjan & Lukas


Reisetagebuch 5. TAG


MARJAN:
Ich bin wieder voller Tatendrang und Frische und mit schwerem Herzen bereit unseren letzten Tag hier in Haiti zu beginnen. Es hat die ganze Nacht geregnet, unsere Zelte wurden nass . Heute morgen ist alles klamm und doch liebe ich unser kleines Zelt und kann mich gar nicht an den Gedanken gewoehnen uebermorgen wieder zurueck zu sein. Die Regen-Saison hat noch nicht begonnen und doch bekamen wir gestern eine Idee davon, was es bedeutet, wenn es hier stundenlang schuettet, die Strassen unter Wasser stehen. Dieser Fluss, der sich mit Muell und Sand mischt, der die Huegel hinabfliesst , um sich spaetestens in Cité Soleil zu einer unerkennbaren, infektionsreichen Soße am Rande der Blechhuetten, in den Zelten und ins taegliche Leben der Menschen zu schleichen. In ein paar Wochen wird es hier immer wieder stark regnen. Und auch die Hurrikan-Saison steht an.

Die Tage, die wir hier verbringen durften sind unbezahlbar. Hatten wir am ersten Tag schon fast die Hoffnung begraben, dass es ueberhaupt eine Moeglichkeit gibt zu helfen, sind wir am Ende unserer Reise ueberzeugt davon, dass Unterstuetzung jeglicher Art einen, wenn auch auf den ersten Blick „nur“ kleinen Stein ins Rollen bringt. Wir haben gesehen, wie hier tagtaeglich versucht wird Strukturen zu schaffen und den Menschen in einer respektvollen Weise eine Moeglichkeit aufgezeigt wird, selber aktiv zu sein. Sie mit einzubinden, anstatt ihnen alles fertig hinzustellen und sie kurze Zeit spaeter allein zu lassen. Es wird noch eine ganze Weile dauern und die Gelder fehlen an allen Ecken und Enden. Darum ist es so wichtig sie nicht zu vergessen, die Menschen hier, die alles verloren haben, die sich gerade erst auf die Beine stellen konnten, nachdem sie Jahrzehntelang ausgbeutet und versklavt wurden. Sie waren gerade erst dabei ihre lang ersehnte Freiheit zu erahnen bevor das Erdbeben ihnen den Boden unter den Fuessen wegriss. Die Menschen, die Angehoerigen, ihre Ehepartner, Kinder, Eltern, ihre Unterkuenfte, ihre Arbeit verloren haben, die mit Cholera einen weiteren Taeufel bekaempfen muessen und die am Ende eines langen Tages noch immer laecheln.
Wie ist das moeglich… Eine Frage, die ich wirklich nicht beantworten kann. Die spuer- und sichtbare Freude der Menschen, inmitten ihres Leids ist das wohl beeindruckendste, was wir mit nach Hause nehmen werden.


LUKAS: Eine E-Mail einer Freundin hat mich hier ich Haiti erreicht. Ihr ist zu Ohren gekommen, dass wir gerade in Port au Prince sind und bittet mich, einen alten Freund ihres Vaters aufzusuchen zu dem der Kontakt abgerissen ist um zu sehen, ob es ihm gut geht.
Es war nicht schwer den Ort heraus zu bekommen, an dem wir ihn finden könnten, falls er noch lebt. Die Generalvertretung von Mercedes Benz-Haiti war sein Arbeitgeber. Und zu unserer Freude ist dies auch heut noch so. Natürlich war der geschätzte 60 Jahre alte Herr etwas erstaunt von uns aufgesucht zu werden, doch als ich den Namen seines einstigen Freundes aus Österreich nenne breitet sich ein sonniges Grinsen über seinem Gesicht aus. 1983 oder so… auf jeden Fall lange her, als sie das letzte mal Kontakt hatten. Umso größer die Freude über den Gruss von seinem alten Freund aus Österreich!

Er erzählt uns über das Haiti vor dem Beben und über Haiti heute. Alles rund um die Mercedes Zentrale ist zerstört. Nach dem Besuch machen wir uns ein Bild, das uns erneut erschüttert. Dieser Stadtteil war uns bisher verborgen geblieben. Viel ist nicht mehr übrig. Es erinnert mich an Kriegsbilder… Bider, die wir als Österreicher nur vom Fernsehen kennen, von Filmen und Dokumentationen. Inmitten der Ruinen, entstanden binnen Minuten, Sekunden, leben die Menschen ihr Leben weiter. Rot makierte Häuser, einstige Prachtbauten aus der Kolonialzeit werden weiter als Unterstand verwendet ungeachtet der Tatsache, dass sie allesamt einsturzgefährdet sind.
Es ist ein anderes Land geworden. Der 12.1.10 alles, wo doch gerade ein Motor anzuspringen schien, wieder zum Stillstand gebracht und auf die Stunde Null zurückgedreht. Und jedes Jahr, jede Hurrikansaison droht die Apokalypse aufs Neue. Es ist nur eine Frage der Zeit bis einer der zerstörerischen Stürme die Zelte über die Köpfe der Menschen in den Himmel wirbelt und die Wassermassen die Mühen der letzten Monate wieder wegschwemmen werden. Letzte Saison wurde das Land von Hurrican „Thomas“ nur gestreift… Gott war gnädig… Ein Jahrhundertbeben sollte 2010 genug sein.

Es sollte sich herausstellen, dass unser verschollener haitianischer Freund schon über 80 war. Die Schickalsschläge die sein Volk erlitten hat und erleidet, haben ihn weniger gezeichnet als man es meinen möchte. Aber es ist eine tragische Zeit, erzählt er. Sein Grundstück wurde besetzt von 8000 Flüchtigen, von denen, die ihre Häuser verloren haben. Seit 14 Monaten leben sie in seinem „Garten“. Das wird auch noch lange so bleiben.
Aber am Ende des Gespräches steht die Freude über den wieder gewonnenen Kontakt zu seinem alten österreichischen Freund! Adressen werden ausgetauscht und man geht erfreut über die schöne Begegnung seine Wege.


MARJAN:
Am Ende des Tages besuchen wir eine Musik-Theater-Schule, die ganz in der Naehe unseres Camps liegt. Diese Schule hat sich zur Aufgabe gemacht junge Talente zu suchen, vor allem aus sozial-kritischen Millieus, allem voran aus Cité Soleil. Leonard Doyle von IOM erklaerte uns, dass man das Ziel habe, den Jugendlichen, speziell aus den sozial-kritischsten Ecken aus Cité Soleil eine Moeglichkeit zu geben ihre Talente zu foerden.
Der Andrang der Kids war sehr gross und nach kurzer Zeit veranstalteten sie eine kleine Show, die sie dort auffuehren wollten, wo wirklich niemand einen Fuss reinsetzt, sofern er nicht muss. Vor ihrer Perfomance wurden Handzettel ausgeteilt, sodass jeder infomiert war. Als sie dort eintrafen und ihre kleine Buehne aufstellen wollen, werden sie vom Gang-Leader unterbrochen, der sich darueber empoert, was man hier vorhabe, er wissen nichts von einer Show - Kein Mensch hier will sich mit den Leadern der verschiedenen Gangs in Cité Soleil anlegen, es koennte einen das eigene Leben kosten – doch die Veranstalter geben nicht auf, diskutieren und verhandeln mit dem Leader, um am Ende seine Erlaubnis fuer ihre Showeinlage zu erhalten. Die Auffuehrung findet grossen Beifall, der Leader bittet sie beim Abschied unbedingt wieder zu kommen.

Das, was hier so einfach klingt ist eines der groessten Probleme, abseits der Naturkatastrophe. Cité Soleil ist nicht nur einer der groessten und gefaerlichsten Slums. Hier regieren Anfuehrer unterschiedlicher Gangs, die regelmäßig Bandenkriege fuehren, die Tote mit sich bringen, von denne keinen weiß, da hier das groesste Geschaeft in de Korruption liegt. Die Kriminalitaet ist enorm hoch. Vergewaltigungen und Misshandlungen sind an der Tagesordung. Entfuehrungen sind keine Seltenheit. Weiße sind ein gefundenes Fressen. Die Polizei hat keine Kontrolle ueber diesen Stadtteil und doch gibt es einzelne Menschen, die versuchen denjeigen, die unter dieser Situation leiden zu helfen, in dem sie direkt hinein gehen und ihre Dienste anbieten. Aerzte, sowie Sister Marcella, Lehrer und eben auch Perfomance-Kuenstler. Sie versuchen ihr Vertrauen zu gewinnen, sie verhandeln mit den Leadern und wollen langfristig den Menschen hier Perspektiven schenken.

Unser Fahrer Hyppolite (an dieser Stelle muss ich mich mal fuer die permanent wechselnde Schreibweise seines Namens entschuldigen… und auch fuer alle anderen Rechtschreibfehler) ist oft dort hineingefahren, wo es am gefährlichsten ist. Er besitzt verschiedene Plastik-Schilder mit Aufdrucken internationaler Medien und Aerzte-Organisationen, wie Aerzte ohne Grenzen, die er im Zweifelsfall auf sein Amaturen-Brett schiebt. Hyppolite erzählt uns, daß er sich mehrere Male im Auto versteckt hat, manchmal Tage nicht aus Cité Soleil rauskam, da sich vor seinem Auto wilde Schiesserein abspielten. „Man wartet einfach bis es aufhoert und dann fährt man wieder raus“, sagt er und es klingt wie das normalste der Welt. Wenn man fuer seinen „Eintritt“ gut bezahlt, kann man vielleicht sogar eine Art „sichere Rundfahrt“ ergattern. Der Leader setzt sich dann auf die Motorhaube und fuehrt durch seinen Bezirk. Journalisten und Aerzte sind mitunter gern gesehen – denn sie helfen, sie berichten ueber das Leben der Menschen hier, im Slum die ganz auf sich allein gestellt sind und die viel zu sagen haetten, wuerde man ihnen die Chance geben zu reden. Dennoch gab es immer wieder auch auslaendische Opfer.

Das Theater-Projekt waere ein erfolgsversprechendes Programm. Chaka-Danse, der Name der Theater-Schule. Als wir sie erreichen trauen wir unseren Augen kaum. Das Haeuschen ist ebenfalls komplett zerstoert. Wir hoeren ein paar Stimmen und bahnen uns unseren Weg durch die Truemmer des Hauses, das direkt am Hang liegt. Jeder weitere Schritt koennte einen Stein ins Rollen bringen - im wahrsten Sinne des Wortes. Ein paar Treppchen fuehren uns auf einen kleinen Innenhof. Ca. 40 Schueler sitzen hier zusammen. Vor ihnen der Leiter, der Regisseur, der Choreograph. Sie besprechen gerade die Proben als wir hineintreten und ploetzlich schauen uns alle mit grossen Augen an. Wer kommt sie wohl besuchen. Welche NGO´s interessieren sich fuer diese kleine Bruchbude am Abhang von Pétionville. Wir werden einander vorgestellt. Man moechte uns etwas vorfuehren, sagt der Regisseur. Sie gewaehren uns einen Einblick in ihre Proben und was wie hier sehen wird uns innerhalb kuerzester Zeit zu Traenen ruehren. So viel Talent, das sich auf engstem Raum zwischen den Truemmern ihrer einstigen Probebuehne ihren Weg ertanzt, sie singen, sie spielen uns einen Sketch. Er handelt von der anstehenden Hurrikan-Saison. Er wird bald im Radio gespielt werden. Man will Kunst mit Information vereinen. Man moechte nicht mehr mit erhobenem Zeigefinger den Menschen Regeln, Verbote und Prävention „lehr-meistern“. Sie sollen in Form von lustigen Sketchen, von Liedern erfahren, wie sie sich am besten auf die anstehende Naturgewalten vorbereitet, sich schuetzt.

Die Menschen hier sind voller Hoffnung, voller Leidenschaft fuer den Gesang und Tanz, fuer das Spiel. Es ist nicht zu beschreiben, was wir empfinden und wie sehr uns dieser Augenblick bewegt. Wir lachen mit ohne jedes einzelne Wort zu verstehen, wir verstehen, da sie so ueberzeugend sind. Als wir uns wieder auf den Weg machen wollen, da ruft ein junger Haitianer „now you sing! We want to see how you do in your country!“. Selten sind wir so nervoes gewesen… Wir entscheiden uns fuer „Draussen ist Freiheit“, ich erklaere ihnen die Szene, erzaehle ein bisschen von unseren Vampiren. Der junge Mann fragt, „is this true Story?“ und alle lachen. Wir benutzen ihr zerstoertes Haus als Buehnenbild und am Ende duerfen wir in die strahlende Gesichter blicken. Es ist ein unbezahlbarer Moment. Wir machen uns auf den Heimweg. Der Abend bricht an. Unser letzter Abend in Haiti. Ich koennte heulen. Ich beherrsche mich. Und doch lassen sich die Traenen nicht mehr aufhalten. Diese Reise, Haiti hat sich in unsere Herzen gebrannt.

Wir haben einen wunderbaren Einblick erhalten. Wir haben Haiti eingeatmet, gespuert. Es hat sich in uns eingenistet. Jetzt sitzen wir hier im Camp, alles ist gepackt und der Abschied steht an. Wir werden definitiv zurueckkommen.

An dieser Stelle moechten wir uns bei unseren lieben Daniela Troester ( www.power-of-hope.at) bedanken, die uns hierher begleitet und uns alle Ecken um das Epizentrum gezeigt hat. Die uns von ihrer grossartigen Arbeit ihrer Organisation Power of Hope ueberzeugt hat. Wir bedanken uns bei allen Mitarbeitern von J/P HRO, die uns ebenfalls herzlich aufgenommen haben und die hier sensationelle Arbeit leisten. Wir bedanken uns bei Sean, der uns hierher eingeladen und ein Zelt in seinem Camp zur Verfuegung gestellt hat. Und vor allem bedanken wir uns bei all den Menschen, die hier leben und uns die Kraft gegeben haben ihre Geschichten in unsere kleine Welt zu tragen um langfristig in Erinnerung zu bleiben!

Bis bald… Zuhaus.

Marjan & Lukas

14.05.2011 | Musicalhits in Wiener Originalbesetzung

Am Mittwoch, 11. Mai 2011 findet um 19.30 Uhr im RONACHER ein Abend der Superlative für alle Musicalfans statt, der im Zeichen von gemeinsamem Engagement für die Erdbebenopfer in Haiti steht. In Zeiten wie diesen, wo eine Naturkatastrophe der nächsten folgt, ist es den beiden Künstlern Marjan Shaki & Lukas Perman ein Anliegen nachhaltig helfen und daher eine weitere Initiative für Haiti zu setzen, dessen Leid noch lange nicht gelindert ist.

Bereits am 3.März 2010 veranstalteten die Darsteller aus TANZ DER VAMPIRE kurz nach der Erdbebenkatastrophe in Haiti mit Unterstützung der Vereinigten Bühnen Wien die Benefizgala GEMEINSAM FÜR HAITI. Durch den Kartenverkauf konnten über 40.000 EUR eingenommen werden, die an "Nachbar in Not/Haiti" gingen. Das Zusammentreffen mit dem zweifachen Oscarpreisträger Sean Penn im Rahmen seines von der Plattform „Power of Hope“, ins Leben gerufen von Daniela Tröster & Karl Pumper, organisierten Wien-Besuchs Mitte Februar diesen Jahres, motivierte die beiden Künstler erneut, eine weitere Aktion für Haiti zu setzen:

Die Musicalgala bietet die einmalige Chance Highlights aus den größten Erfolgen der VBW Produktionen noch einmal in Originalbesetzung zu erleben. Unvergessliche Melodien aus Meisterwerken, wie LES MISERABLES, PHANTOM DER OPER, ELISABETH, MOZART, BEAUTY & THE BEAST, JEKYLL& HYDE, HAIR, ROMEO & JULIA, REBECCA, RUDOLF – AFFAIRE MAYERLING, TANZ DER VAMPIRE werden von den Künstlern Lisa Antoni, Andreas Bieber, Yamil Borges, Gordon Bovinet, Reinhard Brussmann, Carin Filip_i_, Ethan Freeman, Yngve Gasoy-Romdal, Alexander Goebel, Maya Hakvoort, Gernot Kranner, Uwe Kröger, Norbert Lamla, Ann Mandrella, Eva-Maria Marold, Felix Martin, Luzia Nistler, Lukas Perman, Drew Sarich, Marjan Shaki, Wietske van Tongeren, Caroline Vasicek, Isabel Weicken, Lenneke Willemsen, Cornelia Zenz & dem Ensemble aus TANZ DER VAMPIRE dargeboten. Für die Choreographie zeichnet Jerôme Knols verantwortlich. Es spielt das Orchester der Vereinigten Bühnen Wien unter der Leitung von Koen Schoots. Durch den Abend führt Werner Sobotka.

Dieser Abend soll ein weiteres Statement der "Gemeinsamkeit für Menschen in Not“ sein, deshalb treten alle beteiligten Künstler und auch das Orchester der VBW ohne Gage auf. Die Einnahmen des in Kooperation mit der Plattform „Power of Hope“ (www.power-of-hope.org) veranstalteten Abends gehen an die Sean Penn Organisation J/P HRO.


Über J/P HRO
Sean Penn gründete am Tag nach der Erdbebenkatastrophe seine Hilfsorganisation J/P HRO Haitian Relief Organization (www.jphro.org). In der Zeltstadt von J/P HRO leben derzeit rund 55.000 Menschen. Sie bekommen dort Obdach und werden mit Nahrung versorgt, der Wiederaufbau beginnt unter Einbezug der einheimischen Bevölkerung.
Sean Penn selbst verbrachte im vergangenen Jahr acht Monate in Haiti, um direkt vor Ort helfen zu können. Ihm ist vor allem Transparenz der Organisation und seiner Tätigkeit sehr wichtig um den Spendern und Unterstützern seines Projekts zu gewährleisten, dass das Geld auch bei denen ankommt, für die es gedacht ist und die es brauchen.

26.10.2010 | Danke!

für die Geburtstagsgrüsse!

26.10.2009 | Danke...

für all die lieben Geburtstagswünsche! Ist echt ein Wahnsinn, dass so viele daran gedacht haben! Ich hoff wir sehen uns in diesem Jahr oft bei den VAMPIREN! Liebe Grüsse...
LUKAS

19.08.2009 | DIE PROBEN...

Die Proben für TANZ DER VAMPIRE sind gerade voll im gange. Es macht riesen Spass das Stück zu erarbeiten. Cornelius Baltus ist ein fabelhafter Regisseur, der die Schauspieler gekonnt führt. Die Cast ist eine ausgewogene Mischung von Darstellern, die das Stück bereits gespielt haben und frischen Leuten, für die alles ganz neu ist.

Alfred macht mir sehr viel Freude. Den Charakter dieses positiven, etwas naiven Jungen zu entdecken, der voller Tatendrang und grosser Gefühle steckt, die manchmal durch seine vorsichtige, ängstliche Seite untersrückt werden, ist ein erlebnis und irrsinnig spannend.

Ich bin voller Zuversicht, wenn das Publikum erst ein wenig neues TANZ DER VAMPIRE-Blut geleckt hat, kann es nicht genug bekommen!

29.06.2009 | ES WIRD MIT DEN VAMPIREN GETANZT...

jaja, ein grosser wunsch geht in erfüllung. ich darf ab herbst in "tanz der vampire" den ALFRED spielen.
1999, nach meiner matura sah ich das stück im raimundtheater zum ersten mal. es hat massgeblich dazu beigetragen, dass ich mich entschieden habe den weg auf die bühne zu wagen. in "tanz" wurde mir die kombination von musik und schauspiel, bereichert mit tollen tanzsequenzen, auf eindruckvollste weise nah gebracht. es hat mich damals so fasziniert und mir musical auf einer ebene gezeigt, wie ich es vorher kaum gesehen hatte.

ich hoff ihr seid alle dabei, wenn es am 16. september los geht!

11.01.2009 | Neue FC-Leitung...

Wie einige von euch wissen, hat Hanna nach vielen Jahren der Leitung des FC Clubs, diese nun abgegeben.
Astrid Pischinger ist nun das Oberhaupt der FC. Ich bitte alle, die weiterhin Mitglieder sein wollen, sich neu bei Astrid registrieren zu lassen.
unter...

http://lukaspermanfanclub.wg.am

Ich hoffe ihr seid wieder dabei!

Liebe Grüsse...

LUKAS

11.11.2008 | DANKE, HANNA!!!

Liebe Fanclub-Mitglieder,
Hanna hat sich nach vielen Jahren der FC-Leitung nun dazu entschlossen ihren Posten abzugeben. Ich persönlich bin sehr traurig darüber, aber natürlich verstehe ich Hanna, die nun nach einigen Jahren eine andere Herausforderung sucht. Ich möchte ihr auf diesem Wege noch einmal TAUSENDMAL DANK sagen. Sie ist die Person gewesen, die den FC gegründet und aufgebaut hat. Sie hat mich in zahlreichen Events und Produktionen unterstützt, zuletzt mit Airi für den japanischen FC toll zusammengearbeitet. Abgesehen von ihrer tollen Leistung was den FC betrifft, habe ich Hanna immer als eine irrsinnig loyale, intelligente, sympathische Person emfpunden. Hanna, ich bin ihr tiefst zu Dank verpflichtet!
Natürlich wird der FC weiter bestehen. Astrid Pischinger wird in Zukunft die Leitung des FC übernehmen. Astrid ist den meisten Mitgliedern sicher bekannt, da sie mir, neben Hanna, in vergangenen Produktionen (Benefizkonzert Cenario 07, aktuell bei "Zeit zum Essen";) bereits zur Seite gestanden ist.
Morgen heisst es noch einmal "ZEIT ZUM ESSEN". Ich freu mich euch noch einmal begrüssen zu dürfen. Bleibt mir nur noch eines zu sagen: "Mahlzeit!"

23.09.2008 | Zeit zum Essen...

Meine Lieben, ich werde als nächstes in einem Schauspielstück für euch auf der Bühne stehen. Es ist für mich eine grosse Herausforderung einmal ohne "Gesang" aufzutreten und ich hoffe ihr kommt alle um mir dabei viel gute Energie zu schicken.
Ich freu mich sehr, nach all den japanischen Produktionen, nun wieder in Wien, in so einem intimen Rahmen wie der TRIBÜNE, zu spielen! Ich bin gespannt, was ihr zu unserem Stück sagen werdet. Einmal was anderes...
Bis dann!

26.07.2008 | Ein Lebenszeichen...

Meine Lieben! Nach meiner Zeit in asien bin ich nun wieder auf europäischem Boden. Die Konzerte in Osaka waren fantastisch! Wie schade, dass Japan so weit weg ist und ihr bei den Auftritten im fernen Land des Lächelns nie dabei sein könnt. :-(
Ich verstehe, dass so mancher sich fragt, wieso ich denn immer im Ausland auftrete und zu Hause so selten nur. Ich versuche so gut ich kann alles unter einen Hut zu bringen. Eine meiner grossen Leidenschaften ist nun einmal viel zu reisen, und das kann man schwer wenn man zu Hause sitzt.
Doch liebe ich es dann umso mehr daheim zu sein!
Nun möchte ich noch kleine Unklarheiten beseitigen:
1) Ich werde NICHT bei IN NOMINE PATRIS dabei sein.
2) Es gibt eine CD von WIEN MUSICAL CONCERT, doch wird die nur in Japan verkauft, nur im UMEDA ARTS THEATER.

Euch das Beste! Auf bald! LUKAS

04.04.2008 | My fair lady...

Die Premiere von "LADY" ging gestern gut über die Bühne. Das Publikum hat die neue Besetzung ihres alten Lieblingsstückes mit grossem Applaus aufgenommen.
Für mich war es toll wieder in Wien zu spielen, nach meinen Abenteuern im fernen Osten. Es ist schön zu sehen, dass mich die Leute in Wien nicht ganz vergessen haben. Ich danke allen die sich gestern die Seele aus dem Leib brüllten und mich so toll unterstützt haben! Ich hoff wir sehen uns bald wieder!

28.02.2008 | BILLBOARD LIVE...

Am 27 & 28.2. hatten Marjan Shaki und ich Konzerte im Jazzclub "BILLBOARD LIVE"! Es waren 4 tolle Konzerte. Auch wenn Marjan und ich recht nervös waren wegen unseren japanischen Moderationen. Nach dem ersten Konzert hatte sich die Nervösität ein wenig gelegt und wir konnten es richtig geniessen am anderen Ende der Welt vor "vollem Haus" und begeisterten japanischem Publikum zu singen. Nach den 3 Monaten Japan geht es nun für mich wieder gen Westen, heimwärts.
Das nächste Stück lässt jedoch nicht lange auf sich warten. Die Proben für "MY FAIR LADY" laufen schon und ich bin spät dran... dass ich auch dazu stosse! Dann kann ich endlich wieder mal daheim auf der Bühne stehen!
Ich freu mich schon euch alle wieder zu sehen! Bis bald...

17.02.2008 | ...noch einmal "SCHNURLOS"-DVD?

Nachdem ich einige Zuschriften bekommen habe ein weiteres Exemplar der "SCHNURLOS"-DVD zu versteigern möchte ich diesem Wunsch nachkommen. Dies wird die letzte DVD des Konzerts sein, die auf der Auktionsseite zu erwerben ist. Alle die keine Interesse daran haben bitte ich um Geduld bis zur nächsten Auktion! Liebe Grüsse aus Tokyo. Bis bald...

22.01.2008 | PHANTOM...

Am 13.1.08 hatten wir im UMEDA ARTS THEATER in Osaka Premiere. Das Publikum stand am Ende. Ich war erlöst, denn ich hatte alle meine japanischen Texte so gut ich konnte abgeliefert. Meinen Akzent kann ich nicht verstecken, genau so wenig wie ich mich hier nicht ganz unauffällig anpassen kann. Aber ich es ist alles gut gegangen. Jetzt laufen die Vorstellungen und ich geniesse in meiner Freizeit Japan. Schade, dass es nicht um die Ecke liegt und ihr vorbeikommen könnt...

17.01.2008 | "SCHNURLOS"-LIVE DVD...

Aufgrund der grossen Nachfrage nach der "SCHNURLOS"-LIVE DVD bei der letzten Versteigerung auf der Auktionsseite für MfM, wird ein weiters Exemplar versteigert, damit ihr nochmals die Chance habt die DVD zu erwerben! Also, viel Spass beim mitsteigern!
Es freut mich persönlich sehr, dass so viele Leute mitmachen! Wollt ich nur kurz noch gesagt haben!

29.12.2007 | das war '07...

Meine Lieben,
Ich möchte mich bei allen, die mit mir durch das '07er Jahr gegangen sind ganz herzlich bedanken! Sei es, dass ihr bei Konzerten oder Vorstellungen als Unterstützung dabei ward, oder für "MENSCHEN für MENSCHEN" mit/ersteigert habt. Ich danke euch allen!!! Ganz besonders möchte ich mich bei Hanna und Astrid, für die Hilfe bedanken. Hanna, danke, dass Du den FC so toll leitest und Astrid, danke für die Hilfe bei den Konzerten im CENARIO und anderem! Also.... Habt einen schönen Jahresausklang und einen tollen Start ins 08er Jahr.

22.12.2007 | MUSICAL FOREVER...

Es waren so tolle Konzerte! Wieder in Wien auf der Bühne stehen zu dürfen war einfach grossartig! Danke für die unglaubliche Stimmung, mit der ihr das Museumsquartier verzaubert habt! Durch euch wurden diese Abende zu etwas ganz Besonderem ! Ich wünsch euch allen ein schönes Weihnachtsfest! Auf bald...

02.12.2007 | Probenbeginn PHANTOM...

Kennt ihr den Film "lost in translation"? Ja? Der Film ist nichts im Vergleich zu unserem ersten Probentag heute bei PHANTOM. Zum Glück hatte ich jemanden der mich immer angestossen hat, wenn ich meinen Text von mir zu geben hatte... naja, so ist das alles halbwegs gut gegangen. Dazu sind ja nun mal Proben da.
Die japanische Cast hat mich sehr nett aufgenommen. Mit meinen paar Brocken Japanisch kann ich mich ja nicht sehr gut verständigen, aber zum Glück sind ein paar Darsteller dabei, die Englisch sprechen. Das hat mich sehr erleichtert, denn viele Japaner gibt es ja nicht unbedingt die der englischen Sprache mächtig sind.
Ich bin gespannt, wie es weiter geht...

18.11.2007 | "Schnurlos"...

Vielen Dank an alle die zu unserem kleinen "Schnurlos" Konzert gekommen sind. 2 mal war die Hütte voll und wir haben mit eurer Unterstützung 1752 EUR für "MENSCHEN für MENSCHEN" sammeln können! Das ist viel Geld mit dem man in Äthiopien viel machen kann! Danke, danke, danke!
Ich hoffe es hat euch gefallen und wir sehen uns bald wieder. Bis dahin...
Alles Gute!

01.10.2007 | AUKTIONSSEITE!!!

Ab heute, 1.Oktober ist die Auktionsseite auf meiner Homepage online. Ich möchte auf dieser Seite in regelmässigen Abständen Artikel wie signierte CDs, Programmhefte, Poster,... versteigern. Der Erlös kommt der Organisation "Menschen für Menschen" zugute. Mehr Info über diese Organisation findet ihr unter www.menschenfuermenschen.at
Ich werde mich persönlich um den reibungslosen Ablauf der Auktion (Versand,...) kümmern.
Hoffentlich ist im Laufe der Zeit mal etwas dabei für euch.
Also... steigern!!!

11.09.2007 | Auktion...

Meine Lieben... Ich versuche ab Anfang Oktober eine Versteigerungsseite auf meiner Homepage aufzuziehen. Es sollen auf dieser Seite regelmässig Artikel von Musicals (von Künstlern unterschriebene CDs, Programmhefte, usw. ...also alles was ich so in die Finger bekommen kann und für euch interessant sein könnte) versteigert werden. Die Einkünfte kommen der Organisation "MENSCHEN FÜR MENSCHEN" zugute. Ich hoffe natürlich, dass sich diese Plattform möglichst gross aufziehen lässt und so immer wieder Geld gesammelt werden kann. Vielleicht ist ja manchmal was dabei für Euch... Schaut einfach ab und zu rein!

29.06.2007 | Danke...

Das Konzert im Cenario letzten Samstag hat wirklich Spass gemacht. Ich danke Euch ganz herzlich fürs Kommen. Es hat mich echt gefreut, dass es so voll war.
Tja, ich werd jetzt mal wieder untertauchen und melde mich wieder wenn es was Neues gibt.
Euch allen einen schönen Sommer...
Auf bald...

15.06.2007 | Sind wieder da Konzert...

Ich dachte mir, da ich in den letzten Monaten so wenig in Österreich war und dementsprechend wenig Auftritte hatte wäre es eine schöne Sache ein kleines Konzert für die Fanclubmitglieder zu machen. Ihnen einen kleinen Auschnitt aus unserem Soloprogramm in Japan nach Wien zu bringen. Natürlich bleib ich danach auch noch ein wenig da und quatsch mit euch, wie beim Fanclubtreffen... Also dann... Ich freu mich auf euer Kommen...

09.06.2007 | Konzert in Tokyo...

Es war ein toller Abend. Ein gelungener Abend...
1800 Menschen in der C.C.Lemon Hall in Tokyo, Shibuya haben uns so herzlich aufgenommen, dass es vom ersten Song an einfach ein schönes, harmonisches, lustiges, intensives, stimmungsvolles Konzert war. Marjan konnte dieses mal dabei sein und hat das Programm dadurch so viel farbenreicher und interessanter gemacht.
Im ersten Teil haben Marjan und ich diverse Songs aus Musicals gesungen (Romeo & Julia, Mozart, Elisabeth, Rent, Les Mis, Tanz der Vampire) im zweiten Teil Aki und ich diverse Pop-Nummern. Ich glaube diese Abwechslung gefiel dem japanischen Publikum, zumindest standen alle am Schluss und jubelten!
So schliesse ich nun gerne 3 tolle Monate in Japan ab!

30.05.2007 | Konzert in Osaka

"Jeder Mann hat 2 Gesichter". Das ist der Titel unseres Konzertes, das heute Premiere hatte in Osaka. Und es war ein toller Erfolg, auch wenn es keine leichte Geburt war. Da Marjan leider krank wurde mussten wir vorgestern den ganzen ersten Teil irgendwie umbauen und füllen, da sie natürlich sehr fehlt! Ja und so kam es, dass wir heute bis eine viertel Stunde bevor der Vorhang aufging noch probten...
Nichts desto trotz ging die Premiere ganz gut über die Bühne und den Menschen hat es gefallen, was natürlich das Wichtigste ist!
Ja schade, dass ihr nicht dabei sein konntet. Vielleicht fliegt ja noch jemand rüber nach Tokyo für die Vorstellung am 8.6.?

10.05.2007 | Premiere in Tokyo...

ELISABETH in Tokyo. Unglaublich, oder? Ja und es war wirklich eine tolle Premiere, auch wenn es nicht einfach war nach der grossen Bühnenfassung in Osaka hier in Tokyo alles auf einer nicht mal halb so grossen Bühne wieder zu geben. Das schöne an dem KOMA Theater ist, dass man direkten Kontakt zum Publikum hat, da es keinen Orchestergraben gibt. So spürt uns das Publikum stärker und wir sie. Ein toller Austausch! Ausserdem mag ich es immer sehr, wenn das Orchester auf der Bühne ist, so ist die Einheit einfach besser. Schade, dass ihr von "daheim" nicht da sein könnt...

15.04.2007 | PHANTOM...

Im Jänner 2008 werde ich in Japan mit einer Japanischen Produktion auf Tour gehen. Das Stück wird PHANTOM von Maurey Yeston sein, ich werde dabei die Rolle des Philip darstellen dürfen. Das ganz Besondere an dieser Produktion wird für mich sein, dass das Stück in auf Japanisch aufgeführt werden wird. Das heisst: Japanisch lernen! Abgesehen davon, dass es einfach eine tolle Gelegenheit ist, wieder nach Japan zurück zu kehren, ist es insofern etwas Einzigartiges, da europäische Darsteller bis jetzt noch nie in einer japanisch-sprachigen Produktion mitgewirkt haben.
Das PHANTOM wird von einem japanischen Fernsehstar dargestellt werden.
Anbei die Daten:
Januar 2008: Osaka (Main Hall des Umeda Arts Theaters)
Januar 2008: Nagoya (Aichi Kosei Nenkin Kaikan Theater)
Februar 2008: Tokyo (Aoyama Theater)

29.03.2007 | Premiere in OSAKA...

Puh... Es ist geschafft. Wir hatten eine tolle Premiere gestern. 2000 Japanische Zuschauer waren begeistert. Es ist schon irrsinnig, ELISABETH hier in Japan zu spielen!
Allerdings ist es ein bisschen gewühnungsbedürftig Vorstellung um 13.00 Uhr zu haben... Aber auch das wird sich noch "einspielen".

21.03.2007 | In Japan...

Vor 3 Tagen sind wir, nach einem anstrengenden Flug, hier in Osaka angekommen. Nach einem freien Tag haben bereits die Proben für ELISABETH begonnen. Es ist wirklich komisch. Die selben Mesnchen, die selben Kulissen, das selbe Stück, wie damals im Theater an der Wien! Und doch am anderen Ende der Welt! Manchmal vergess ich, dass wir hier in Japan sind, doch schnell wird man wieder daran erinnert, wenn man das Theater verlässt, da hier einfach sehr sehr viel anders ist.
Es macht sehr viel Spass mit den Japanern dieses Stück auf die Bühne zu stellen, auch wenn sich so manche Konversation ein bisschen kompliziert gestaltet. Aber es ist witzig und mit jedem Tag lernt man was dazu...

13.02.2007 | Es hat sich ausgeTANZt

So schnell geht es vorüber. Die 8 Vorstellungen von TANZ DER VAMPIRE haben echt Spass gemacht. Die Rolle war einfach total schön zu spielen. Hätte echt Lust gehabt das länger zu machen, aber alles kann man sich auch nicht aussuchen.
Mir wurde sehr oft die Frage gestellt, wann ich denn wieder in Wien spielen würde. Ich kann dazu gar nichts sagen, denn ich weiss es nicht. Es ist derzeit nichts konkretes geplant, doch bin ich sicher, dass es nicht allzu lange auf sich warten lässt.

06.02.2007 | Proben für Japan...

Oh Mann tut mir alles weh! Gestern hab ich nämlich angefangen für ELISABETH zu proben und den Muskelkater kann man sich kaum vorstellen der mich heute schon den ganzen Tag quält. Naja, da muss man durch.
Aber es ist recht lustig die alten Choreographien wieder aus dem Hinterkopf hervor zu holen...

04.02.2007 | Die Premiere von TANZ

Gestern hatten wir Premiere von "Tanz der Vampire in Concert".
Es war ein tolles Gefühl wieder im Raimundtheater, quasi "Dahoam", auf der Bühne zu stehen. "Tanz der Vampire in Concert" ist ja eigentlich nicht der richtige Titel, denn wir spielen ja fast die ganze Show, mit wenigen Kürzungen und ohne grossem Bühnenbild.
Doch die Leute waren trotz dieser kleinen Entbehrungen begeistert, als ob es eine Premiere einer grossen Produktion wäre. Die Gefühle von "Romeo & Julia" regten sich wieder in mir, doch dieses mal hald in Alfreds Herzen.
Die Rolle macht mir sehr, sehr viel Spass und ich fühle mich sehr wohl dabei. Schade, dass wir nur 8 Vorstellungen spielen, aber wer weiss...
Danke für eure Unterstützung in dieser neuen Herausforderung!

18.01.2007 | TANZ DER VAMPIRE

Wieder zu Haus und wieder im "alten Haus", dem Raimundtheater. Gestern haben die Proben für TANZ begonnen. Es macht total Spass die Lieder von Alfred zu singen, vor allem, eingebettet unter Darstellern, die ihre Rollen bereits gespielt haben und mich so mit sich tragen. Ich bin schon sehr gespannt, was sich unser Kreativteam bezüglich der Umsetzung auf der Bühne in dieser Konzertanten Version einfallen lassen werden... Seid gespannt...

05.01.2007 | Japan...

Nach den Promotionkonzerten im Umeda Arts Theater in Osaka, in der Woche vor Weihnachten sind wir, bin ich nun, das zweite mal in Japan, diesesmal in Tokyo. Gestern hatten wir Premiere unserer Promokonzerte im Koma Theater vor 2000 Menschen und es hat ihnen sehr gefallen. Das alles deutet auf ein sehr erfolgversprechendes Gastspiel im März, April, Mai hin.
Japan ist ein irrsinnig interessantes Land mit einer grossen Theatertradition. Die Menschen sind sehr, sehr freundlich und zuvorkommend und dies alles macht den Aufenthalt hier zu einem sehr schönen Erlebnis...
Trotz der tollen Zeit hier, freu ich mich auch schon wieder auf meiner "Heimatbühne" im Raimundtheater stehen zu dürfen, in "Tanz der Vampire", jenes Musical, das ich einst als mein Erstes in Wien sehen durfte und meinen grossen Wunsch gebar: Einmal im Raimundtheater zu spielen!

14.12.2006 | Es geht wieder los...

Ja meine Lieben, mit dem nichts tun ist es vorbei, nach Weihnachten beginnen die Vorbereitungen für "Tanz der Vampire". Es freut mich sehr, dass ich wieder auf der Bühne stehen darf, auf der ich einst jeden Abend Romeo lieben, kämpfen und sterben ließ. Ich hoff ihr seid dabei, wenn ich wieder mit meiner einstige Julia, diesesmal als Sarah zu sehen, in einem anderen Stück liebe, kämpfe und... zum Vampier werde.

18.10.2006 | Wieder da...

Meine Lieben... Nach meiner Entdeckungsreise in der grossen weiten Welt bin ich nun wieder in der Heimat angelangt. Ich wollte euch allen wieder "Hallo" sagen und hoffe, dass es euch gut geht und ihr genau so eine tolle Zeit hattet wie ich...

24.07.2006 | Ende...oder neuer Anfang?

Ja das ist die Frage... Jetzt war, ist es erst mal ein Ende, das sicher nicht leicht ist nach so langer Zeit. Romeo liegt nun 2 Wochen hinter mir. War schon sehr ungewohnt. Nicht unbedingt, dass ich am Abend jetzt frei hab, ja sicher ist das auch nicht ganz normal, nach so langer Zeit, nein, vor allem, dass Romeo nicht wieder kommen wird. Bei all den größeren oder kleineren Pausen die wir so im Laufe der Spielzeit hatte, da hab ich immer gewußt, dass es eben nur eine Pause ist, aber es geht wieder weiter. Dieses mal ist es anders. Ein anderes Plakat hängt bereits am Raimundtheater und Wien ist frei von Romeo und Julia. Das ist nun das totale Ende, aber jedes Ende birgt ja einen neuen Anfang in sich.
Ja, Wien ist frei von Romeo... Im wahrsten Sinne des Wortes. Ich bin nämlich jetzt mal a Zeitl weg und komm erst im Oktober wieder. Da freu ich mich aber bereits darauf und hoffe viele von Euch wieder zu sehen...
Bis dahin alles Gute und vielen Dank für all Eure Unterstützung in den letzten 1 1/2 ja eigentlich 3 Jahren...

11.05.2006 | Wenn den Menschen fad ist...

Also scheinbar gibt es mal wieder viele Dinge über die die Menschen reden, da ihnen einfach a bissl fad is. So hald auch mal wieder über Marjan & Lukas. Bewußt sag ich dazu gar nix, weil es niemanden etwas angeht. Es geht keinen etwas an, ob wir uns lieben, hassen, zusammen sind oder nicht. Ich bin kein öffentliches Gut und sehe mich auch nicht als solches.
Dementsprechend verhalte ich mich auch. Ich bin Schauspieler und Sänger. In sochen Berufen steht man zwar in der Öffentlichkeit, doch gehört man ihr nicht. Und das ist ein ganz wichtiger Unterschied!
Ich finde es toll, wenn es Menschen gefällt, was und wie ich etwas mache. Jedoch zwinge ich niemanden mich zu mögen. Ich bin so wie ich bin und wenn mich manche Menschen ab und zu grantig finden, dann sollen sie das tun. Manchmal kommen Leute mit einer solchen Unverschämtheit auf mich zu, in einem Tonfall und einer Art... dazu fällt mir oft nicht viel ein. Wenn ich da jedem meine Meinung sagen würde... Puh... Dann könnt ich meinen Job nurmehr nebenbei machen.
Wie auch immer. Es gibt zum Glück auch sehr viele dezente, liebe Menschen... Denen danke ich ganz herzlich!

16.04.2006 | Osterhase...

He, ich wünsch Euch allen frohe Ostern!

02.04.2006 | Allerlei...

Ja, jetzt hab ich mal a bissln länger nix geschrieben. Sind einfach nicht so aufregende Dinge passiert in letzter Zeit.
Der März war ein sehr harter Monat, da ich sehr viele Vorstellung gespielt habe. Aber jetzt wirds wieder a bissl lockerer und vor allem hoff ich, dass die Sonne endlich mal a bissl da bleibt und Frühling einkehrt.
Mit dem "Abgang" von unserem Paul ist mir so richtig bewußt geworden, dass es jetzt dann sehr schnell vorbei sein wird. Ca. 60 Vorstellungen stehen mir noch bevor. Das is gar nicht mehr soviel. Traurig wird das werden. Mag gar nicht dran denken. Drum heißts die Zeit jetzt noch so richtig genießen.
Ja es is schade, dass Paulchen nicht mehr da is. Er war ein echt toller Kollege. Aber ich denke, dass sich unsere Wege sicher wieder mal kreuzen werden. Ich weiß nur, dass er jetzt glaub ich mal a bissl Urlaub macht, bevor er in die nächste Produktion reinspringt.
Ja auf das freut sich unsereiner auch schon... Urlaub...

16.02.2006 | ...

Ja ich möchte mich zu diesem Gästebucheintrag gar nicht äußern. Nur eines will ich dazu sagen. Ich schreibe selbst nie ins Gästebuch sondern nur ins Tagebuch. Dazu ist es ja da. Weiters äußere ich mich nicht dazu, denn wenn man etwas kommentiert gibt man dem dann nur unnötige Bedeutung...

12.02.2006 | Urlaub...

Ja an das könnte man sich gewöhnen. Urlaub. Was für eine tolle Erfindung. Allerdings ist Urlaub nur schön, wenn man auch arbeiten darf und kann, denn dann freut man sich auch wieder aufs Zurückkommen. Ja und so freu i mi auch schon wieder auf den Dienstag, wenns wieder los geht. Am 20sten haben wir dann einen Auftritt beim Eistraum... Also bis dann...

05.01.2006 | Harte Zeit...

Romeo & Julia verändert sich bald. Damit meine ich, einige Leute aus unserem Ensemble werden uns verlassen, neue Kollegen kommen, bzw. sind schon da. Zur Zeit ist es vor allem für die Darsteller, die bleiben, also die original-Cast sehr hart, da wir am Vormittag mit den neuen Leuten proben, am Abend mit den "alten" deren letzten Shows bestreiten. Das heißt für uns: Doppel-Show jeden Tag!
Ja es ist grad hart, noch dazu, weil uns natürlich der eine oder andere, der uns verlassen wird, auch ans Herz gewachsen ist. Aber die neuen Leute machen ihre Sache sehr gut und ich bin gespannt, was ihr zur neuen Show am 10ten Jänner sagen werdet...

02.01.2006 | Ein gutes 06...

Ich möchte allen meinen Wegbegleitern ein gutes 06er Jahr wünschen. Ich hoffe, dass wir uns auch in diesem Jahr nicht verlieren, wo auch immer mein Weg hingehen wird.
Bis Juli weiß ich ja wo ich sein werde. Doch auch Romeo hat ein Ende und ich kann nur hoffen, dass danach auch in solchen Stücken in so tollen Rollen auf der Bühne stehen darf...
Wir werden sehen.
Bei Euch möcht ich mich für Eure Unterstützung im letzten Jahr bedanken . Danke für alles was ihr für mich getan habt...

12.12.2005 | A bissl krank...

Ja ich war a bissl krank. Schnupfen und Husten. Aber es wird schon wieder. Hab den Herbst und "Winter" bis jetzt eh gut überstanden, aber nun hats mich hald doch a bissl erwischt. Hab aber vor morgen den Dienst wieder an zu treten und wieder in Romeos Gewand zu schlüpfen. Auch Romeo kann mal a bissl Schnupfen haben... oder?

06.12.2005 | Christkindlmarkt...

Heute wäre beim Christkindlmarkt "Belvedere" ein kurzer Auftritt von Marjan und mir geplant gewesen und wir waren auch dort... Aber leider war das Wetter so schlecht, dass wir das ganze absagen mussten. Ich möchte mich bei allen die vergeblich hingekommen sind entschuldigen. Sorry, aber trotzdem danke fürs Kommen...

23.10.2005 | Danke...

Ich möchte mich für mein tolles Geburtstagsgeschenk meines Fanclubs bedanken. Es hat mich echt sehr gefreut und es wird sicher toll werden.
Fand es sehr nett gestern im Al Theatro. War echt toll, dass ihr euch alle Zeit genommen habt um mich auf so nette Weise in ein neues Lebensjahr zu schicken. Danke...

21.10.2005 | Spanien...

Lang hab i jetzt nimma reingeschrieben. Naja, das is, weil es auch nicht so viel zu erzählen gibt. Ich versuche jeden Abend eine gute Vorstellung zu spielen, was auch dem entsprechend viel Energie und Kraft braucht. So kann ich neben Romeo eigentlich nicht viel andere Dinge tun. Auf jeden Fall macht es mir noch immer sehr viel Spaß, weil man einfach immer wieder auf neue Ideen kommt, was man der Rolle vielleicht noch geben könnte oder Ihr eventuell auch wieder weg nimmt, da es sich vielleicht nicht mehr so gut anfühlt. Es bleibt immer spannend...

Ich hab gehört, dass eine unbedachte Aussage meinerseits einige Diskussionen und Spekulationen ins Rollen gebracht hat.
Für das Magazin "Express" hab ich auf die Frage, was ich denn nach Romeo machen werde (was natürlich a bissl a blöde Frage is, weil ich das noch 8 Monate spiel) gesagt, dass ich vielleicht nach Spanien gehe. Dazu folgendes: Ja, das würde ich gerne. Ich habs einfach gern warm um mich und bei uns is das ja mal nun nicht so. Ehrlich gesagt hab ich gar keine Ahnung wo mich mein weiterer Weg hintreibt. Vielleicht geh ich ja mal nach Spanien, kann aber genau so gut sein, dass ich mal nach Deutschland geh, oder da heim bleib. Das kommt ganz drauf an, wo ich wieder Dinge finde, die mich so wie Romeo herausfordern und interessieren und... dann muss ich für diese Sachen auch noch passen und den Job bekommen...
Das heißt... ich weiß gar nicht, was die Zukunft bringt. Aber wir werden sehen...

07.09.2005 | Gold...

Wir haben Gold mit unserem ROMEO & JULIA Cast Album geschafft. Das heißt 15.000 verkaufte CDs. Das ist in Zeiten wie diesen schon sehr toll, vor allem auch in so kurzer Zeit.
Ich freu mich sehr, dass die Show wieder läuft. Is ma schon abgegangen, auch wenns schön war, mal frei zu haben. Es war auch sehr gut mal wieder mit den Franzosen zu arbeiten um ein Stück weiter zu kommen und alles weiterzuentwickeln.
So, und jetzt gehts wieder dahin. Einige Promos stehen auch an und vor allem... jeden Abend: leben, lieben, sterben...

25.08.2005 | Los gez wieder...

Ja... schnell können 5 Wochen vorbei sein! Und schön können 5 Wochen sein...
Die Sommerpause hab ich hauptsächlich im Ausland verbracht, da ich ja eh das ganze Jahr wieder in Wien sein darf, muss. Ja und so sind sie schnell vorbei gewesen, die Ferien.
Seit Montag proben wir wieder. Das meiste sitzt eh noch ganz gut, aber hin und wieder hat man doch so ein paar Kleinigkeiten vergessen, oder verschlampt. Auf jeden Fall simma alle recht gut erholt und ich hoff, dass das lang anhält. Mal sehen...
Auf jeden Fall macht es jetzt grad wieder sehr viel Spass... und das is wichtig.

16.07.2005 | Ferien...

Endlich sind sie da... die Ferien, die Sommerpause, der Urlaub. Ich glaub ich kann für das ganze Ensemble sprechen, wenn ich schrei: JUHU!
Ja und es wurde auch wirklich Zeit. Nicht, weil die Show keinen Spaß mehr macht, nein... wir sind einfach K.O.! Müde, ausgepowert und vor allem ein Tapetenwechstel tut einfach mal gut.

Es waren harte, aber vor allem auch sehr erfolgreiche, freuden- und schmerzensreiche Monate, die ich hinter mir hab. Jetzt werden die Batterien aufgetankt, damit es mit voller Energie im Herbst wieder weiter gehen kann... Und wer weiß, was die nächste Saison so zu bieten hat.

Ich dank Euch allen, für die Kraft, die ihr mir durch Eure Unterstützung in den letzten Monaten gegeben habt! Ich wünsch Euch einen SCHÖNEN SOMMER!

29.06.2005 | Das war das Donauinselfest...

...und es war toll! Ich dank Euch allen, dass ihr uns/mich so fabelhaft unterstützt habt. Es is wirklich ne riesen Veranstaltung, wo einem schon a bissl die Nerven zittern. Aber ich glaub es is alles sehr gut über die Bühne gegangen.
Ihr habt da nen kräftigen Teil dazu beigetragen. Denn viele Leute kennen einige Stücke und Songs gar nicht. Durch Eure Anfeuerung sind die Menschen dann auch in die richtige Stimmung versetzt worden. Ich freu mich schon aufs nächste Jahr!

10.06.2005 | Donauinselfest...

Ja, das nächste was so ansteht is das Donauinselfest. Ich freu mi schon sehr drauf, weil, was ich so hör, werden da so um die 40-50.000 Menschen zuschaun. Ich hatte das ja mal vor 3 Jahren als wir, die Starmaia Truppe, aufgetreten sind. Das war schon beeindruckend. Wenn man nur mehr Menschen sieht, so weit das Auge reicht.... Wahnsinn...

Ich sing vor allem Songs aus ROMEO & JULIA: "Herrscher der Welt", "Liebe", "Ohne sie" und dann noch "Die Schatten werden Länger" aus ELISABETH und "Draussen ist Freiheit" aus TANZ DER VAMPIERE.

30.05.2005 | Wieder da...

Ich bin wieder da! Endlich funktioniert so ziemlich alles auf meiner neuen Page. Hat a bissl gedauert, aber wie sag ich immer: „Gut Ding braucht Weil!“ Ja und gut is sie schon geworden, find ich. Aber eigentlich sollt ich das Urteil ja Euch überlassen.
Ich will gar nicht viel dazu sagen, ihr habt das meiste ja eh sicher schon rausgefunden.
Also dann viel Spass damit...

P.s.: Mails bitte an die neue Adresse (unter Kontakt) schicken!

19.04.2005 | Einfach so...

Ich schreib jetzt mal einfach so. Ja, nachdem jetzt mein Album fertig geworden ist, hatte ich mal a bissl a ruhigere Zeit. Und das war jetzt auch wirklich nötig. So sehr ich meinen Beruf liebe, so viel Spaß es mir macht und so viel es mir auch gibt, wenn ich seh, dass es den Leuten gefällt... es kommt dann irgendwann der Punkt, wo man einfach müde wird. Körperlich und vor allem auch im Kopf. Man möchte dann einfach mal wieder nix tun, lesen und schlafen.... was auch immer. Nicht von a nach b laufen und von b nach c.
Ja und das hatte ich jetzt a paar Tage und dann geht’s auch gleich wieder. Dann krieg ich gleich wieder die Energie... Die ich ja jetzt wieder brauch für die Cd und das allabendliche Spielen...
Ja... so ist das...

06.04.2005 | Album release...

Aus organisatorischen Gründen ist der release des Albums um eine Woche nach hinten verschoben. Tja. Aber zweiter Mai hört sich eh besser an... Mit organisatorischen Gründen sind zeitverschiebungen im Vertrieb gemeint. Wir brauchen einfach ein bischen mehr Zeit um eine optimale Auslieferung des Albums gewährleisten zu können. Es wird daher auch beim Fantreffen noch kein Album zu kaufen geben, allerdings stellen wir es erstmalig vor.